Mein Name ist... Karausche

In der Rubrik «Mein Name ist...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Die Karausche ist fast in ganz Europa beheimatet.

Die Karausche ist fast in ganz Europa beheimatet.

(Bild: iStock)

Sandra Rutschi

Wie lange kannst du die Luft anhalten? Egal – ich wette, dass ich dich schlage! – Natürlich, du bist ja ein Fisch, wirst du jetzt sagen. Aber auch unsereins braucht Sauerstoff, wir beziehen ihn übers Wasser.

Ich jedoch schaffe es, einige Tage fast ohne zu überleben. Wenn ein See zufriert oder austrocknet, verbuddle ich mich im Schlamm, fahre meinen Stoffwechsel runter und warte, bis das Klima wieder milder wird.

Wir Karauschen sind halt Überlebenskünstler. Auch verschmutztes Wasser macht mir nicht gleich den Garaus. Ich mag verlandete und verschlammte Tümpel, Ufergebiete und Auen, wo andere Fische sich nicht mehr wohlfühlen. Deshalb nennt man mich auch Moor- oder Bauernkarpfen.

Du erkennst mich an meinem relativ stark geschwungenen Rücken und meiner gelblichen Farbe. Im Durchschnitt werde ich etwa 30 Zentimeter lang. Weil ich in diesen Gewässern von niemandem gejagt werde, kann ich mich munter vermehren – zuweilen auch mit meinen Geschwistern, was nicht gut ist für den Nachwuchs.

Auch an der Aare finde ich seichte Plätze, wo ich Pflanzen, Würmer, Larven, Weichtiere und Jungfische fresse. Von selbst bin ich aber nicht in die Schweiz gekommen. Meine Vorfahren stammen aus Asien und Russland und wurden in Mitteleuropa ausgesetzt.

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