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Lars Rösti ist Weltmeister

Lars Rösti ist der erste Berner Junioren-Weltmeister seit Nils Mani 2013. Nach der Abfahrt will der Oberländer im Super-G nachdoppeln.

Lars Rösti im Ziel auf dem Leaderthron.
Lars Rösti im Ziel auf dem Leaderthron.
pd/Swiss-Ski

Lars Rösti hat seine Ankündigung wahr gemacht. Der 21-jährige Speedspezialist aus St. Stephan zählte sich im Vorfeld seiner letzten Junioren-WM zu den Medaillenanwärtern. Im italienischen Val di Fassa ist es nun sogar Gold geworden. Rösti ist erst der achte Schweizer Junioren-Weltmeister in der Abfahrt und der dritte Berner nach Nils Mani (2013) und Beat Feuz (2007). «Ich habe nicht gewusst, dass es nur so wenig Schweizer Abfahrts-Weltmeister gibt», meint Rösti und gesteht. «Dass ich zuoberst stehen darf, macht mich stolz.»

Obwohl anvisiert, war der Sieg kein Selbstläufer. «Der Druck war gross, umso schöner ist es, dass nun alles aufgegangen ist und ich meine beste Leistung abrufen konnte. Besser könnte dieser Tag nicht sein», freut sich Rösti. Der Simmentaler war 0,12 Sekunden schneller als der Österreicher Julian Schütter. «Ich habe von oben bis unten Gas gegeben und musste absolut am Limit fahren. Denn ohne dieses Risiko hätte es nicht gereicht», meint Rösti, der im Ziel die Gratulationen seiner Eltern entgegennehmen durfte. Via Mobiltelefon und Social Media erhielt der Oberländer danach «viele Dutzend» Glückwünsche.

Lob vom BOSV

Freude herrscht auch im Oberland. Johny Wyssmüller, Präsident des Berner Oberländischen Skiverbands BOSV, sagt: «Der WM-Titel ist super, freut uns als Verband und beweist, dass wir gute Arbeit leisten.» Sowohl für Rösti wie auch für den BOSV sei der Triumph eine grosse Genugtuung, hält Wyssmüller fest. «Aber für Lars fängt es erst jetzt richtig an, an diesem Titel wird er in Zukunft gemessen.» Für den Präsidenten ist klar, dass der Wille des Athleten grösser sein muss als das Talent, um an die Weltspitze zu kommen. «Lars traue ich das absolut zu, vorausgesetzt, er bleibt gesund.»

Dilemma wegen Titel

Die Goldmedaille eröffnet dem Athleten aus dem B-Kader von Swiss-Ski schon kurzfristig neue Perspektiven. Mit dem Titel hat er sich für das Weltcup-Finale Mitte März in Andorra qualifiziert. Aber genau diese Belohnung bringt Rösti in ein Dilemma. Denn gleichzeitig mit dem Finale der Grossen findet in Italien die letzte Europacup-Abfahrt statt. In dieser Wertung liegt er derzeit auf dem fünften Rang, 27 Zähler hinter Platz drei. «Ich möchte im Europacup unbedingt noch Dritter werden, dann hätte ich nächste Saison einen Startplatz im Weltcup auf sicher. Deshalb weiss ich jetzt noch nicht, ob ich am Weltcup-Finale oder im Europacup starten werde.»

Vor der Weltcup-Premiere

Sicher ist, dass Rösti bald zu seiner Premiere im Weltcup kommen wird. Er darf mit Swiss-Ski zu den Rennen Ende Monat nach Kvitfjell (NOR) reisen. Vorerst gilt sein Fokus weiterhin der Junioren-WM. Am heutigen Donnerstag startet er auch im Super-G mit hohen Ambitionen. Er könnte der erste Berner nach Beat Feuz im Jahr 2007 werden, der in Abfahrt und Super-G Gold holt. «Die Chancen sind da, denn mit dem Sieg in der Abfahrt ist ein grosses Stück Druck weg», sagt Rösti. An der Vorbereitung wird es jedenfalls nicht liegen. Mehr als ein «kurzes Anstossen mit dem Team» gönnte er sich am Mittwoch nicht. «Wenn es gut kommt, habe ich danach immer noch Zeit für eine Party.»

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