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Instagram: Werbeturbo für Mode- und Food-Firmen

Brandy Melville ist längst nicht das einzige Unternehmen, das Instagram als Werbeplattform entdeckt hat. Vor allem Mode- und Food-Firmen sind auf der Bilder-App erfolgreich. Der Starbucks-Account hat mehr als 3,4 Millionen Follower, beim Eiscremehersteller Ben & Jerry’s sind es 425'000, das Unterwäschelabel Victoria’s Secret zählt sogar 7,8 Millionen. All diese Firmen nutzen Instagram, um mit ihren Bildern vor allem junge Kunden zu erreichen und zur Interaktion zu bewegen – zum Beispiel mit Wettbewerben oder Umfragen.

Am weitesten hat diese Strategie das Beauty-Start-up Glossier getrieben: Es ist sozusagen durch Instagram entstanden. Gründerin Emily Weiss erstellte Anfang September ein Profil für ein neues Produkt, ohne zu verraten, worum es sich handelt. «Wir kreierten die Marke und ihre Identität auf Instagram, indem wir Bilder veröffentlichten, die uns inspirierten», sagt Weiss gegenüber dem US-Magazin «Wired». Einen Monat lang rätselten die Nutzer über das Produkt und kommentierten die Bilder. Ihre Reaktionen dienten Weiss als Echtzeit-Marktforschung, sie flossen direkt in die Produktgestaltung ein. So konnten die User abstimmen, welche Farbe die Verpackung haben soll, oder verschiedene Logovorschläge kommentieren. Anfang Oktober lüftete Weiss das Geheimnis und veröffentlichte erste Bilder der Kosmetikprodukte gleichzeitig mit dem Verkaufsstart. Laut Weiss wurde das Gewinnziel für den ersten Monat bereits nach eineinhalb Wochen erreicht. Glossier hat es offenbar geschafft, seine Instagram-Fans in Kunden zu verwandeln.

Experten prophezeien Instagram ein enormes Potenzial als Werbeplattform. Laut Prognosen wird die App dieses Jahr einen Werbeumsatz zwischen 250 und 400 Millionen Dollar verzeichnen. Beim Konkurrenten Twitter sind es zwar immer noch mehr als doppelt so viel, aber Instagram schöpft noch längst nicht sein ganzes Werbepotenzial aus. So hat es erst vor einem Jahr sogenannte Sponsored Posts eingeführt, mit denen sich Unternehmen in die Timeline der Nutzer einkaufen können – und zwar bislang nur in den USA, in Grossbritannien und in Australien. Ausserdem wird die Zahl der Nutzer wohl weiterhin rasant wachsen. Mittlerweile sind es über 300 Millionen, 16 Millionen mehr als bei Twitter. Ein Drittel davon ist allein in den letzten neun Monaten dazugekommen. (fko)

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