Thun

Ein Bücker-Rekord und eine ganz spezielle Taufe

ThunÜber 100 Piloten haben sich mit ihren Maschinen für das internationale Bückertreffen vom 31. August bis 2. September angemeldet. Zum Auftakt wird eine Dewoitine auf den Namen Stadt Thun getauft.

Zwei Dewoitine-Flugzeuge in Aktion. Das hintere Modell wird am  31. August auf den Namen Stadt Thun getauft.

Zwei Dewoitine-Flugzeuge in Aktion. Das hintere Modell wird am 31. August auf den Namen Stadt Thun getauft. Bild: PD / Ian Lienhard

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«Soweit uns bekannt ist, waren zuletzt wohl in den Produktionsstätten so viele Bücker an einem Ort versammelt», sagt Andy Wegier, OK-Chef des internationalen Bückertreffens vom 31. August bis 2. September auf dem Flugplatz Thun. Insgesamt haben sich mehr als 100 Piloten mit ihren Maschinen für den Anlass registriert, rund die Hälfte sind Bücker von den Typen Jungmann, Jungmeister und Bestmann.

«Das ist eine rekordverdächtig hohe Zahl», sagt Wegier. «Alles in allem werden wir auf eine Flightline von mehr als einem Kilometer Länge kommen, auf der sich Flugzeug an Flugzeug reiht, welche die Besucher bestaunen können.» Der Pilot mit der weitesten Anreise ist Peter Cunniff: Er plant, mit seiner Bücker Jungmann aus der Region südwestlich von London zu starten und in vier bis sechs Etappen nach Thun zu fliegen.

Denn: Der legendäre Doppel­decker schafft nicht mehr als 200 Kilometer am Stück, für längere Flüge war er ursprünglich schlicht nicht gebaut. Die Distanz vom Flugplatz White Waltham bis Thun beträgt rund 800 Kilometer.

Thuner Flugzeuge

Ebenfalls in Thun zu sehen sind Flugzeuge mit Thuner Vergangenheit: So gastieren die beiden letzten Dewoitine D-26, die in Thun gebaut wurden und noch fliegen, am Bückertreffen. Ebenso ist eine C-36 angemeldet, die in Thun entwickelt und in Emmen zusammengebaut wurde. Ein erster Höhepunkt des Fliegerwochenendes dürfte die Tau­fe einer der Dewoitine auf den Namen Stadt Thun am Freitagnachmittag, 31. August, sein.

Der älteste Flieger, der Ende August in Thun landet, ist eine Travel AIR E-400 aus dem Jahr 1927. Er fliegt aus Belp an. Für all jene, denen die Flugzeuge nicht ge­nug sind, bieten die Veranstal­ter ein Rahmenprogramm mit Gastronomie, Unterhaltung für die ganze Familie.

Und: Für die VIP-Abendrundfahrt auf der MS Berner Oberland vom 1. September auf dem Thunersee zusammen mit den Piloten, die am Treffen teilnehmen, ist noch eine kleine Anzahl Tickets verfügbar. Infos gibts auf der Website (Link am Textende) sowie beim Tourist-Infocenter am Bahnhof Thun. (pd/mik)

Erstellt: 31.07.2018, 06:10 Uhr

Historisches

Die Bücker Jungmann war das erste Flugzeug der Bücker-Flugzeugbau GmbH in Berlin-Johannistal. Der schwedische Konstrukteur Anders Andersson war verantwortlich für das Muster, dessen Erstflug am 27. April 1934 stattfand.

Die Bücker 131 Jungmann wurde nicht nur für viele deutsche Flugschulen, sondern auch und vor allem für die Luftwaffe produziert. Weitere acht europäische Länder flogen das Modell. In der Schweiz fertigte Dornier in Altenrhein 100 Exemplare in Lizenz. Eine bescheidene Menge im Vergleich zu ­Japan, wo für Heer und Marine 1237 Maschinen gebaut wurden. Der Typ erwies sich als praktisch unverwüstlich, bis heute werden Maschinen neu gebaut.

Von den weiteren Typen – der Bücker 180 Student und der Bücker 181 Bestmann – sind heute nur noch sehr wenige Exemplare flugfähig. Ein Bestmann ist am Bückertreffen in Thun zu bestaunen. Die Bücker aus der Schweizer Produktion tragen den unverkennbaren gelben Anstrich eines Trainers.pd/mik

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