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Die Revolution an der Wahlurne

Kein Umsturz war in der jungen Schweizer Geschichte heftiger: Bei der ersten Proporzwahl des Nationalrats von 1919 wurde der allein herrschende Freisinn gestürzt. Die Folgen spürt man bis heute.

Stefan von Bergen
Von der freisinnigen Machtarroganz zur Machtteilung unter den Parteien: Propagandaplakat des Initiativkomitees für die Proporzwahl von 1918. Foto: zvg / Basler Plakatsammlung
Von der freisinnigen Machtarroganz zur Machtteilung unter den Parteien: Propagandaplakat des Initiativkomitees für die Proporzwahl von 1918. Foto: zvg / Basler Plakatsammlung

Typisch Schweiz: Ihre einzige richtige Revolution fand vor 100 Jahren ganz korrekt an den Wahlurnen statt. Bei den Nationalratswahlen vom 26. Oktober 1919 werden die freisinnigen Gründerväter des schweizerischen Bundesstaates von 1848 gestürzt. Mit absoluter Mehrheit haben sie vorher die Geschicke des Landes allein bestimmt, nun brechen sie brutal ein. Der Machtwechsel erschüttert das Schweizer Politsystem nachhaltig.

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