Am Wasser ist gut bräteln

In einer Serie stellen wir die schönsten Brätlistellen der Region Bern vor. Diese fünf Plätzchen direkt am Wasser lohnen sich für einen Besuch besonders.

In der näheren und weiteren Umgebung von Bern finden sich viele schöne Brätlistellen – auf aussichtsreichen Hügeln, in kühlen Wäldern und an lauschigen Gewässern. Auch im Herbst stellen wir wieder einige vor und erklären, wie man sie am einfachsten erreicht.

Zu beachten ist, dass das Platzangebot beschränkt ist und man das Brennholz zum Teil selbst organisieren muss. Aufeinander Rücksicht nehmen und zu den ­Einrichtungen Sorge tragen, das ist Ehrensache.

Getestet wurden die Brätli­stellen von BZ-Redaktor Markus Zahno. Mit seiner Familie betreibt er das nicht kommerzielle Portal www.brätlistellen.ch, auf dem bereits über 200 Grillplätze verzeichnet sind.

Bern – Dalmazibrücke

Zum 175. Geburtstag der Berner Gasversorgung schenkte Energie Wasser Bern (EWB) der Bevöl­kerung dieses Jahr den ersten ­öffentlichen, ans Erdgasnetz angeschlossenen Grill der Schweiz. Er trägt den Namen Ernie und steht an der Aare, im Park bei der Dalmazibrücke. Gestartet werden kann Ernie per Knopfdruck, jeweils nach 20 Minuten schaltet er wieder aus.

Die Handhabung ist einfach, alles funktioniert wunderbar. Schwieriger wirds, an einem der zwei Tischchen im Park einen freien Platz zu finden. Die grosse Wiese bietet jedoch immer genügend Platz zum Sitzen.

Ebenfalls ein Pluspunkt ist die WC-Anlage im Park. Übrigens: Mittlerweile hat EWB bereits den zweiten öffentlichen Gasgrill in Betrieb genommen. Er steht im Berner Brünnenpark und heisst Wernie. Der dritte soll bald folgen, wie gut informierte Quellen wissen. Wie der Bruder von Ernie und Wernie wohl heissen wird? Bernie natürlich.

Anreise:Mit dem ÖV: Talstation Marzilibahn oder (abends) Bushaltestelle Dalmazibrücke. – Mit dem Auto: Parkmöglichkeiten in der blauen Zone.

Dalmazibrücke: Den Knopf drücken, und schon gehts los. Foto: Nicole Philipp

Thun – Grunderinseli

Im Thuner Lachen gibts nicht nur das Strandbad, das ehemalige FC-Thun-Stadion und die Bühne der Thunerseespiele – sondern auch das Grunderinseli. Die kleine Insel ist durch einen Holzsteg mit dem Ufer verbunden; es hat ein Grillhaus mit vier Feuerstellen sowie mehrere Picknicktische.

Von hier aus bietet sich eine fantastische Aussicht auf den Thunersee mit dem Schloss Oberhofen ­sowie auf die Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Nebenan, beim Klubhaus des FC Dürrenast, lädt zudem ein schöner Spielplatz zum Verweilen ein.

Anreise:Mit dem Auto: öffentliche Parkplätze Strandbad oder Lachen (beide kostenpflichtig). – Mit dem ÖV: Bushaltestellen Strandbad, Schulstrasse oder Pfaffenbühl, von dort aus je etwa 10 Gehminuten. – Zu Fuss: Am Seeuferweg zwischen Thun und Gwatt.

Grunderinseli: Ein überdachter Grill – und eine fantastische Aussicht. Foto: PD

Schangnau – Hinter Schönisei

Hinter dem Kemmeribodenbad ist die Emme noch jung. Hier, an der Kantonsgrenze zwischen Bern und Luzern, hat der Verkehrsverein Schangnau eine wunderbare Brätlistelle eingerichtet.

Sie besteht aus zwei langen Holztischen und einem Grill, Brennholz ist ebenfalls vorhanden. Die Emme lädt Kinder wie Erwachsene zum Planschen ein. Und wer auf dem Strässlein ein paar Schritte weitergeht, wird mit einer schönen Aussicht auf den Schibegütsch belohnt.

Anreise:Zu Fuss: am Bergwanderweg vom Kemmeribodenbad in Richtung Tannigsboden und ­Ällgäulücke. – Mit dem ÖV: 45 Geh­minuten von der Postautohaltestelle Kemmeriboden entfernt. – Mit dem Auto: bis ins Kemmeribodenbad, dort ent­weder parkieren und den Rest zu Fuss ­gehen oder 7 Franken zahlen und bis zur Brätlistelle fahren.

Hinter Schö­­nisei: Hier hat die Emme noch einen weiten Weg vor sich. Foto: PD

Huttwil – Buebeglungge

Bis 1923 gab es in Huttwil kein Schwimmbad. Damals diente die Buebeglungge am Rotbach als Freibad. Noch heute kann im Bach gebadet und gespielt werden, was vor allem die Kinder sehr schätzen.

Die Erwachsenen freuen sich derweil über die Brätlistelle mit je zwei Grills und Tischen sowie einem Brennholzdepot. Daneben, auf der ­Tafel des ­Sagenwegs, ist nachzulesen, was es mit dem Schatz im Huttwilwald auf sich hat.

Anreise:Zu Fuss: am Huttwiler Sagenweg. – Mit dem Auto: Die Zufahrt bis zur Buebeglungge ist erlaubt, jedoch dürfen keine Fahrzeuge im Wald abgestellt werden. ­Deshalb beim Schulhaus Schwarzenbach parkieren. – ­ Mit dem ÖV: Bushaltestelle ­Huttwil Fiechten oder Huttwil Schwarzenbach, dann zu Fuss in den Huttwilwald (Koordinaten 629200/217640).

Buebeglungge: Bis 1923 die offizielle Badi von Huttwil. Foto: PD

Twann – Kleintwann

Wer gerne badet, findet hier den perfekten Einstieg in den Bielersee. Wer bräteln und die Aussicht auf den See geniessen möchte, kommt in Kleintwann ebenfalls auf seine Rechnung. Es hat eine grosse Feuerstelle mit Tischen und Bänken, mit Spielgeräten und einer grosszügigen Wiese.

In der Nähe stehen sogar Toiletten zur Verfügung. Das Brennholzdepot war bei unserem Besuch leer, deshalb zur ­Sicherheit selbst Holz oder Kohle mitnehmen. Sehr empfehlenswert ist ein Spaziergang auf dem ersten Fischlehrpfad der Schweiz von Twann nach Ligerz.

Anreise:Mit dem ÖV: Bahnhof Twann; dort dem Wegweiser «Schweizer-Familie-Feuerstelle» folgen; etwa 400 Meter. – Zu Fuss: am Seeuferweg/Fischlehrpfad zwischen Ligerz und Twann. – Mit dem Auto: zum Beispiel beim Bahnhof Twann parkieren.

Kleintwann: Baden, bräteln, spielen und spazieren. Foto: PD

Berner Zeitung

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