Neustart des Überschallreisens

Hintergrund

US-Flugzeugbauer Boeing und die Nasa planen offenbar eine Neuauflage der Concorde. Die Tests haben bereits begonnen.

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Seit 2003 konnte kein Flugpassagier mehr mit Überschallgeschwindigkeit reisen. Die letzte Concorde wurde als Folge des fatalen Unglücks in Paris damals eingemottet. Immer wieder gab es seither Gerüchte, dass Flugzeughersteller an einem Nachfolgemodell arbeiten. Doch konkret wurde es nie. Schliesslich war der britisch-französische Jet ja alles andere als ein kommerzieller Erfolg – sowohl für seine Hersteller als auch für seine Betreiber Air France und British Airways. Nun aber scheinen Boeing und die Nasa einen entscheidenden Schritt in Richtung einer Neuauflage der Concorde getan zu haben. Neue Fotos zeigen, dass ein Miniaturmodell bereits erste Tests im Windkanal durchläuft. In Fachkreisen wird das Projekt «Sohn der Concorde» genannt.

Der neue Jet soll der Concorde, die 1976 den Linienbetrieb aufnahm, einiges voraus haben. Vor allem in Sachen Effizienz und Lärmpegel soll er ihr überlegen sein. Wegen des lauten Überschallknalls sind Flüge mit dieser Geschwindigkeit über Land momentan nicht möglich – ein Grund, warum die Concorde nie wirklich profitabel wurde. «Wir testen verschiedene Designs und Techniken, die Emissionen und Lärm reduzieren», heisst es von der Nasa in einer Mitteilung. Bei dem aktuell getesteten Modell sollen unter anderem die Triebwerke dafür sorgen, da sie oben auf dem Flieger angebracht sind. Über die V-förmigen Flügel soll der Schall dann nach hinten geleitet werden, sodass sich die Lautstärke reduziert, bevor er am Boden ankommt.

Aerotelegraph.com/at

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