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Gastro-Rochade in ThunNeue Gesichter im El Camino

Nach 18 Jahren gibt Martin Zalud die Führung des El Camino am Thuner Mühleplatz ab - an einen Schulkollegen.

Die Bar El Camino am Mühleplatz geht in neue Hände. Martin Zalud (l.) übergibt das Lokal an Priska Racheter und Urs Leuenberger.
Die Bar El Camino am Mühleplatz geht in neue Hände. Martin Zalud (l.) übergibt das Lokal an Priska Racheter und Urs Leuenberger.
Foto: Patric Spahni

«Ich habe seit 18 Jahren den Traum, im Sommer in der Schweiz zu arbeiten und im Winter an der Sonne zu surfen», sagt Martin Zalud (37). «Endlich wird dieser Traum Wirklichkeit.» Das bedeutet, dass er sich ab dem 1. Mai auf seine Betriebe in der Spiezer Bucht und in Oberhofen sowie sein Catering-Angebot konzentriert. Das El Camino, das er 2002 am Mühleplatz in Thun eröffnet hat, übergibt er auf diesen Termin an Urs Leuenberger (38) und Priska Racheter (37). Er führt zusammen mit seiner Partnerin bereits die Badi-Beiz in Uetendorf und im Strandbad Gunten sowie im Winter das Gasthaus Elsigbach an der Talstation der Elsigenalp-Bahn.

Ein «Glücksfall»

«Ich bin Tinu wahnsinnig dankbar, dass er uns angefragt hat, ob wir seine Nachfolger im El Camino werden wollen», sagt Leuenberger. Das Engagement im renommierten Lokal bedeute für ihn eine spannende Herausforderung, «die ich mit viel Vorfreude in Angriff nehme». Während er den Betrieb auf der Elsigen nach Saisonende in neue Hände übergibt, wird in Uetendorf und Gunten zumindest im kommenden Sommer alles wie gehabt weiterlaufen. «Was dann kommt, werden wir erst gegen Saisonende entscheiden können», sagt Leuenberger.

Martin Zalud spricht von einem «Glücksfall», dass Urs Leuenberger in seine Fussstapfen trete. «Wir trafen uns im letzten Herbst zufällig, kennen uns aber schon seit unserer gemeinsamen Schulzeit», erinnert er sich. Er habe sich schon länger mit dem Thema Nachfolge beschäftigt, ohne aber konkrete Kontakte zu knüpfen. «Als wir uns dann trafen und ins Gespräch kamen, war mir bald klar, dass Ürsu der richtige Mann ist.»

Urs Leuenberger betont, er wolle das El Camino im selben Sinn und Geist weiterführen wie bisher. «Unser Ziel ist, dass die Gäste höchstens feststellen, dass jetzt einer mit kurzen Haaren und Cap rumläuft und nicht mehr ein Langhaariger mit Kappe», sagt er.