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Berner «Lockdown light»Museen kritisieren die Schliessung

Die bernischen Museen sind mit der verordneten Schliessung unzufrieden. Die Massnahme sei unverhältnismässig.

Kunstmuseum Bern
© Franziska Rothenbuehler
Kunstmuseum Bern
© Franziska Rothenbuehler

Die Museen im Kanton Bern üben scharfe Kritik am Regierungsrat: Die Schliessung der über 130 Museen im Kanton sei eine «unverhältnismässige Massnahme».

Die Museen hätten seit der Wiedereröffnung im Mai bewiesen, dass sie über funktionierende Schutzkonzepte verfügten. Ansteckungen im Museumsbereich seien keine bekannt, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué des kantonalen und des Stadtberner Museumvereins, welche die Interessen der gut 130 Institutionen vertreten.

Museumsbesuche verursachten zudem keine Massenansammlungen. Auch bei gut frequentierten Ausstellungen erfolgten die Besuche über den Tag verteilt. Ausserdem gebe es in allen Schutzkonzepten eine Begrenzung der Besucherzahl.

Gerade jetzt, wo sich die Lage zuspitze und alle gefordert seien, sollten die Massnahmen gezielt und differenziert angeordnet werden. Doch der Kanton habe im Vorfeld nicht einmal eine Konsultation durchgeführt.

Die Museen erwarten, dass sie wie beim Lockdown vom Frühling zu den Institutionen gehören, die als erste wieder öffnen dürfen. Die Massnahmen der Berner Regierung gelten vorderhand bis 23. November. Die Museen im Kanton Bern betonen, sie seien «bereit und ausgerüstet für eine sichere Wiedereröffnung ab sofort».

SDA

2 Kommentare
    Martin S.

    Die Kultur bleibt als erstes auf der Strecke. Eine Gesellschaft ohne Kultur ist aber nicht lange eine gesunde Gesellschaft.

    Hat der Regierungsrat vor seiner Entscheidung eigentlich mit irgend jemandem ausser den Schwarzmahlern gesprochen?

    Sport nicht, Kultur nicht, Wirtschaft nicht.

    Mit wem dann?