Zum Hauptinhalt springen

Langenthaler WortgeschichtenMudrig

Halb daneben ist fast getroffen: An dieser Stelle interpretiert Stadtliterat Alexander Estis Mundartwörter auf seine Weise.

Wenn es mudrig wird, sollte man sofort umkehren.
Wenn es mudrig wird, sollte man sofort umkehren.
Bild: PD/Alexander Estis

Hinter meinem Haus ist ein Garten, hinter dem Garten ist ein Wald, und hinter dem Wald ist ein Moor. Dort riecht es mudrig, und es riecht nicht nur so, sondern dort, im Morast, ist es wirklich sehr, sehr mudrig.

Wenn man nicht gut achtgibt und den Fuss an die falsche Stelle setzt oder, Gott behüte!, ausrutscht, sinkt man leicht in diese sumpfige Mudrigkeit ein, und wer weiss, ob man da je wieder herauskommt. Wenn man also spürt, dass es mudrig wird, sollte man sofort umkehren.

Ich selbst war vor einigen Jahren am Moor. Meine Nachbarn hatten mich gewarnt, daher war ich vorsichtig und kam scheinbar unversehrt wieder zurück. Aber den mudrigen Geruch hatte ich dennoch eingeatmet, sodass ich nach meiner Rückkehr noch drei Wochen fiebernd im Bett lag.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.