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Museum in RiggisbergMorgenland im Abendgewand

Die Abegg-Stiftung präsentiert in einer Sonderausstellung Textilien aus dem mittelalterlichen Spanien.

Auf diesem bunten Seidenstoff (Granada, 14. Jahrhundert) zieht der Streifen mit der weissen Inschrift auf leuchtend rotem Grund die Blicke auf sich. Es handelt sich um Verse aus einem poetischen Lobes- und Liebesgedicht, die in einer schwungvollen arabischen Kursivschrift geschrieben sind.
Auf diesem bunten Seidenstoff (Granada, 14. Jahrhundert) zieht der Streifen mit der weissen Inschrift auf leuchtend rotem Grund die Blicke auf sich. Es handelt sich um Verse aus einem poetischen Lobes- und Liebesgedicht, die in einer schwungvollen arabischen Kursivschrift geschrieben sind.
Foto: Abegg-Stiftung

«Wer sich selbst und andere kennt, wird auch hier erkennen: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen.» Das schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seiner Gedichtsammlung «West-östlicher Divan» (1819). Der deutsche Universalgelehrte hatte sich durch die Werke des persischen Dichters Hafis inspirieren lassen. Wie viel Morgenland im Abendland drinsteckt oder drinstecken sollte – darüber wird in manchen Kreisen heftig diskutiert.

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