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LeserreaktionenMit Volksvertretung hat das nichts mehr zu tun

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu verschiedenen aktuellen Themen.

Der Spesenstreit rund um die Sigriswiler Gemeindepräsidentin Madeleine Amstutz gibt nach wie vor zu reden.
Der Spesenstreit rund um die Sigriswiler Gemeindepräsidentin Madeleine Amstutz gibt nach wie vor zu reden.
Foto: Christian Pfander

Es geht nur um Eigenprofit

Zu «Es geht um viel mehr Geld»
Dass Madeleine Amstutz an jedem (unnötigen) Anlass war um es sich gut gehen zu lassen ist das eine. Aber dann dafür noch Steuergelder als Spesen zu kassieren, das ist eine Frechheit. Es ist so offensichtlich, es geht ihr nur um Eigenprofit. Mit Volksvertretung hat das nichts mehr zu tun.

Onlinekommentar von Hans Lauri

Das ist unschön

Wenn ein Ratspräsident nicht imstande ist, seine Gemeinde richtig zu führen, hätte er vielleicht schon viel früher zurücktreten sollen. Nachträglich andere zu kritisieren ist unschön und nicht sehr fein.

Onlinekommentar von Toni Burlon

Das sollte nicht sein

Zu «Bernerinnen und Berner sollen digitale Identität anlegen»
Markus Naef, CEO der Swiss Sign, sagt zur E-ID, dass der Datenschutz an erster Stelle steht und die Nutzungs-Datenverläufe gelöscht werden müssten. Damit spricht er ein zentrales Problem der E-ID an: Jede Verwendung bewirkt eine Abfrage und Protokollierung bei einer zentralen Stelle bei Swiss Sign. Das sollte nicht sein. In der analogen Welt können wir die Identität per Ausweis feststellen, ohne dass es dafür eine Abfrage braucht.Technisch wäre dies auch für die E-ID möglich. Aber Swiss Sign hat sich für eine Lösung entschieden, mit der sie die Daten zentral sammelt, ohne legitimen Zweck. Wir alle wissen, wie schwierig es ist, eine solche Datensammlung unter Verschluss zu halten, und zu vermeiden, dass die darin enthaltenen Informationen für kriminelle oder andere illegitime Zwecke verwendet werden. Die E-ID würde die Nutzer zusätzlichen Risiken aussetzen, die vermeidbar sind.

Alfred Steyrer, Basel

Zitat des Tages

Im Gerichtssaal haben politische Partei-Ideologien nichts zu suchen.

Hansueli Blaser

Diese Entwicklung ist gefährlich

Zu «Der politische Konflikt um das Bundesgericht eskaliert»
Ich war bisher der Meinung, dass bei Straffällen alle Richter, auch die Bundesrichter, nach dem Gesetz richten. Nun ist aber die SVP mit «ihrem» Richter nicht zufrieden, weil er die Fälle nicht nach Parteibuch beurteilt hat. Eine äussert gefährliche Entwicklung. Die Justiz muss unabhängig sein und bleiben. Im Gerichtssaal haben politische Partei-Ideologien nichts zu suchen.

Hansueli Blaser, Worb

Stolz auf die mutige Kirche

Zum Leserbrief von Jean Pierre Peternier «Das stösst vielen Leuten vor den Kopf»
Wer dafür ist, dass Schweizer Unternehmen auch im Ausland nichts praktizieren dürfen, was in der Schweiz verboten ist, gehört für Jean Pierre Peternier zur «wohlstandsgewohnten und tugendbelehrenden politischen Klasse.» Und diese Klasse sollte die Kirche gefälligst nicht unterstützen, sondern zu den menschenverachtenden Machenschaften vieler Konzerne doch bitte schweigen. Vor langer Zeit hat sie auch zu vielem geschwiegen, aber jetzt ist sie endlich aufgewacht. Ich bin stolz auf diese mutige Kirche. Was suchen Menschen in der Kirche, welche die schlimmen Machenschaften der Grosskonzerne dulden wollen?

Therese Zürcher, Schüpfen

Wer kann sich schon einen Privatjet leisten?

Zu «Ein Grossteil der Privatflieger soll der Klimaabgabe entgehen»
Ein toller Vorschlag. Wenn eine Familie sich mal einen Flug leistet, soll sie bitte die Klimaabgabe entrichten, oder es halt bleiben lassen, wenn die Abgabe zu hoch ist für das Ferienbudget. Wenn andere dazu den Privatjet benutzen, fällt die Klimaabgabe weg, ausser es ist zu viel Reisegepäck im Flieger, massgeblich für die Klimaabgabe ist nämlich das Gewicht. Der Umstand, dass CVP-Ständeräte bei dieser Ungerechtigkeit federführend sind, ist himmelschreiend. Die CVP, die sich immer so familienfreundlich gibt, deren Basis Umweltschutz und Sozialpolitik als wichtigste Punkte definiert hat, betreibt hiermit eine Politik für die Reichen, denn wer kann sich schon einen Privatjet leisten? Muss man heute als bürgerliche Partei wirklich immer auf die Reichen und Superreichen setzen? Wenn dem so ist, könnte man auf die Idee kommen, die CVP der FDP und SVP einzuverleiben, dann wäre auch das irreführende C endlich weg, denn für mich ist christlich gleichzusetzen mit sozial.

Walter Zingg, Oberfrittenbach