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Tiny Houses in Berner Quartieren?Mit Minihäusern könnte im Kanton Bern Platz gespart werden

Der Regierungsrat will Minihäuser als Mittel zur Siedlungsentwicklung prüfen. So sollen die Flächen innerhalb eines Siedlungsgebietes besser ausgenutzt werden.

Klein, aber fein: Ein Minihaus auf dem Campus des Bauhausarchivs in Berlin. Auch in der Schweiz hat der Trend zum Leben auf kleinem Fuss Anhänger.
Klein, aber fein: Ein Minihaus auf dem Campus des Bauhausarchivs in Berlin. Auch in der Schweiz hat der Trend zum Leben auf kleinem Fuss Anhänger.
Foto: Keystone

Platzsparend, praktisch und ökologisch: Sogenannte Tiny Houses, also Minihäuser, sind im Trend. Nun will die Berner Kantonsregierung prüfen, ob solche Kleinwohnformen als weiteres Instrument der Siedlungsentwicklung nach innen genutzt werden könnten.

Der Regierungsrat zeigt sich in einer am Montag veröffentlichten Antwort auf eine entsprechendes Postulat bereit, die Forderung zu prüfen, auch wenn er gewisse Vorbehalte anbringt.

Seit dem Volks-Ja zum neuen Raumplanungsgesetz im Jahr 2013 gilt in der Schweiz das Primat der inneren Verdichtung. Statt immer neues Land zu überbauen soll dort gebaut werden, wo bereits eine Siedlung besteht. Das heisst, die Flächen innerhalb des Siedlungsgebiets sollen besser ausgenutzt werden.

Diesem Credo sieht der Regierungsrat in einem Spannungsfeld mit der Idee des freistehenden Minihäuschens. Nicht in jedem Fall würden solche Kleinwohnformen einen Beitrag zur Siedlungsentwicklung nach innen leisten. Vorstellen kann sich die Regierung Kleinwohnformen etwa bei ungünstigen Parzellenformen oder für eine Zwischennutzung von brachliegenden Grundstücken.

Jeder Zentimeter muss in einem Minihaus geschickt genutzt werden.
Jeder Zentimeter muss in einem Minihaus geschickt genutzt werden.
Foto: Keystone

Der Trend zum Leben auf kleinem Fuss kommt aus Amerika und hat mittlerweile auch die Schweiz erreicht. Die mobilen Minihäuser verursachen weniger Bau- und laufende Kosten als ein grosses Haus. Auch Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Teil der Tiny House-Bewegung.

Solche Kleinwohnformen bieten meist Wohneinheiten mit einer Fläche bis zu 40 Quadratmetern. Sie stehen nicht auf einem festen Fundament und können so einfach verschoben werden. Sie sind jedoch kein mobiles Ferienhaus, sondern werden als Hauptwohnsitz genutzt.

chh/sda