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Zwei Tore in 48 SekundenMit Doppelschlag zur Wende

Der SC Langenthal gewinnt in der Swiss League das Heimspiel gegen die Ticino Rockets 2:1 dank zwei Toren innerhalb von 48 Sekunden im Mitteldrittel.

Langenthals Dario Kummer (rechts) bezwingt Ticinos Goalie Davide Fadani.
Langenthals Dario Kummer (rechts) bezwingt Ticinos Goalie Davide Fadani.
Foto: Marcel Bieri

Erneut verstrickten die Ticino Rockets den SC Langenthal in der Swiss League in ein resultatmässig enges Kräftemessen. Wie bereits in der letzten Begegnung der beiden Mannschaften, als die Oberaargauer auswärts in Biasca überraschend mit 2:3 verloren.

Ein Warnsignal hatte das Tessiner Farmteam zudem bereits bei der Begegnung am letzten Donnerstag im Mittelland aufleuchten lassen, als es sich beim EHC Olten als äusserst zäher Gegner erwiesen hatte: Lange führten die Südschweizer beim EHCO mit 2:0-Toren, erst im Penaltyschiessen konnte die Mannschaft aus der Dreitannenstadt das Kräftemessen gegen die Tessiner nach dem 22. Penalty doch noch zu ihren Gunsten entscheiden.

Der Doppelschlag

Mitten im Startdrittel gelang den Ticino Rockets auch beim Gastspiel in Langenthal wieder die Führung: Im Powerplay traf der bislang beim HC Lugano spielende Matteo Romanenghi in seinem ersten Saisonspiel mit den Tessinern gleich auch zum ersten Mal. Zwar hatte der SC Langenthal bereits zu diesem Zeitpunkt die grösseren Spielanteile, jedoch mangelte es noch etwas an der Chancenauswertung.

Im mittleren Abschnitt sorgte dann SCL-Stürmer Eero Elo für die schnelle Wende im Spiel, indem er innerhalb von lediglich 48 Sekunden gleich zwei Tore mit viel Übersicht einleitete: Zunächst lancierte er seinen Teamkollegen Dario Kummer, der dadurch frei vor Rockets-Keeper Davide Fadani stand und zum 1:1 treffen konnte. Und kurz nach dem Ausgleich leitete Elo sogleich einen weiteren Angriff ein, in dessen Folge SCL-Verteidiger Luca Christen auf den noch besser stehenden Captain Stefan Tschannen zurückspielte, der ins halbleere Tor zur 2:1-Führung für den SC Langenthal treffen konnte.

Mit der 2:1-Führung der Langenthaler waren die Rockets gemessen an den Chancen (43:16 Schüsse für den SCL) eigentlich noch ziemlich gut bedient. Immerhin konnten die Tessiner aber bis zum Ende des Spiels aber doch noch auf den Lucky-Punch zum Ausgleich hoffen, auch wenn sich die Mannschaft aus dem Tessin mit zwei kleinen Bankstrafen in den letzten sechs Minuten erheblich schwächte.

«Drei Punkte verdient»

SCL-Stürmer Eero Elo erklärte nach dem engen Spiel: «Wir erwischten nicht den guten Start, den wir eigentlich wollten. Doch wir haben die Jungs in der Mannschaft, die im richtigen Moment aufstehen können und reagieren. Und dann gelangen uns die zwei Tore in einem Shift.» Es sei aber nie einfach gegen diese Mannschaften in den unteren Tabellenregionen, meinte Elo.

Verteidiger Luca Christen ergänzte: «Es war ein Krampf wie immer, wie hatten zwar ein Chancenplus, aber wir waren auch zu wenig effizient und liessen zu viele gute Chancen zu. Wir hätten in der Defensive konsequenter spielen müssen, aber über 60 Minuten gesehen waren wir dennoch die bessere Mannschaft und holten deshalb auch verdient die drei Punkte.»

In der vergangenen Woche hat der SC Langenthal somit gleich zwei Rechnungen aus der Vergangenheit beglichen: Durch den 4:1-Erfolg in Sierre rehabilitierte er sich für die beiden 0:2-Pleiten aus der vorangegangenen Begegnung gegen die Walliser. Und durch den 2:1-Sieg über die Ticino Rockets konnte er auch die 2:3-Niederlage im Tessin kompensieren und vergessen machen.

Zudem beendete die Mannschaft von Trainer Jeff Campbell eine Woche mit drei Spielen (HC Ajoie, HC Sierre und Ticino Rockets) mit dem Maximum von 9 Punkten. In der nächsten Runde wartet auf den SC Langenthal am kommenden Dienstag nun der Vergleich mit dem EHC Winterthur.