Zum Hauptinhalt springen

Notbetrieb in Berner MessehalleMit diesen sechs Neuerungen wird das Krisen-Parlament auffallen

Vier Quadratmeter Platz pro Person, weniger Geplauder und Verzicht auf Apéros mit Gästen: So wird die Session zum Corona-Notrecht des Bundes.

In dieser Messehalle am Stadtrand von Bern wird der Nationalrat ab dem 4. Mai tagen, weil die Abstandsregeln zur Corona-Prävention im Bundeshaus nicht eingehalten werden können.
In dieser Messehalle am Stadtrand von Bern wird der Nationalrat ab dem 4. Mai tagen, weil die Abstandsregeln zur Corona-Prävention im Bundeshaus nicht eingehalten werden können.
Bild: Urs Lindt (freshfocus)

Zu eng ist es im Bundeshaus in Zeiten von Corona: Am 15. März haben die Büros von National- und Ständerat die Frühlingssession abgebrochen. Nun wollen die Räte ab dem 4. Mai wieder tagen, um das Corona-Notrecht des Bundesrats zu diskutieren. Dafür ziehen sie vorübergehend in die deutlich grösseren Räumlichkeiten der Messehallen von Bernexpo, wo für jedes Parlamentsmitglied 4 Quadratmeter reserviert sind, um die Abstandsregeln einhalten zu können. Der 46-köpfige Ständerat wird in einem Kongressraum im Dachgeschoss tagen, der 200-köpfige Nationalrat in einer der grossen Messehallen. Bisher sind Zusatzkosten von rund 1,5 Millionen Franken aufgelaufen. Es ist erst das vierte Mal, dass die Räte ausserhalb des Bundeshauses tagen. Die anderen Sessionen wurden aber nur wegen Renovationsarbeiten verlegt, nach Genf (1993), Lugano (2001) und Flims (2006).

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.