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Berner LiteraturMit der Dragqueen durch das Nachtleben

15 Jahre lang hat Christoph Schneeberger an seinem ersten Roman geschrieben. Erst heute sei die Gesellschaft reif für dessen Thema, meint der Autor.

Christoph Schneeberger verbringt im Moment viel Zeit in seinem Wohn- und Atelierraum im Berner Künstlerhaus Schwobhaus.
Christoph Schneeberger verbringt im Moment viel Zeit in seinem Wohn- und Atelierraum im Berner Künstlerhaus Schwobhaus.
Foto: Raphael Moser

Christoph Schneebergers Lesungen sind selten gewöhnlich. Passend zum Inhalt seines Romans, in dem der Protagonist eine Dragqueen ist, fand zum Beispiel die Vernissage im Kapitel Bollwerk in Form eines Variété-Abends statt. Zwischen den Leseblöcken traten vier Dragqueens auf, und eine mit Schneeberger befreundete Künstlerin sang eine burleske Version vom Lied «S isch mer alles eis Ding» in einem goldenen Käfig. Weitere ähnliche Auftritte gemeinsam mit der Zürcher Dragqueen Steela Diamond wurden abgesagt wegen Corona.

Seit zwei Wochen schreibt Schneeberger darum wieder. Steht mitten in der Nacht auf, tippt, bis er «todmüde» ist, einschläft – und wieder aufwacht mit dem Schreibdrang. Uhrzeiten spielen für ihn keine Rolle, seine Tage fliessen ineinander. Er arbeitet an seinem zweiten Roman, obwohl das gar nicht vorgesehen ist zum aktuellen Zeitpunkt.

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