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YB vor dem Spiel gegen den FCZMit Altmeistern und einem
«Golden Boy»

Die Young Boys können beim Re-Start auf alle ausser zwei Spieler zurückgreifen. Felix Mambimbi entwickelt sich sehr gut – und wurde für dieselbe Auszeichnung nominiert wie Jadon Sancho und Erling Haaland.

Felix Mambimbi gilt als eines der grössten Schweizer Offensivtalente.
Felix Mambimbi gilt als eines der grössten Schweizer Offensivtalente.
Marcel Bieri/Keystone

11 aus 23: So lautet die Formel für Gerardo Seoane bezüglich der Startaufstellung der Young Boys heute (20.30 Uhr) gegen den FCZ. Einzig Sandro Lauper und Esteban Pétignat fehlen verletzt (beide Kreuzbandriss), was Trainer Seoane enorme personelle Möglichkeiten bietet. «Wir werden froh sein, während des strengen Programms und auch während der Partien eine derart grosse Auswahl zu haben», sagt er.

Man darf gespannt, ob etwa die Altmeister Miralem Sulejmani und Guillaume Hoarau heute vorerst auf der Bank Platz nehmen müssen. Prächtig entwickelt hat sich der junge Angreifer Felix Mambimbi, der beim letzten Super-League-Spiel Ende Februar in St. Gallen (3:3) in der Startformation stand. Der Freiburger gilt neben Lausannes Dan Ndoye, auch erst 19, als grösstes Schweizer Offensivtalent. Ndoye wechselt bald zu Nizza nach Frankreich, Mambimbi dürfte noch mindestens eine Saison bleiben.

Kürzlich wurde bekannt, dass Mambimbi auf der illustren Kandidatenliste zum «Golden Boy» 2020 steht. Er gehört damit zu den 100 besten Fussballern unter 21 weltweit – wie die Dortmunder Jadon Sancho und Erling Haaland, die Favoriten auf den prestigeträchtigen Titel der Zeitung «Tuttosport». Seoane sagt, die Nominierung Mambimbis sei eine Auszeichnung für den YB-Nachwuchs. «Das ist der Weg, den wir gehen wollen.»

FCZ im Umbruch

Auch der FCZ setzt vorbildlich auf junge Fussballer. Er hat sich in dieser Spielzeit zum Lieblingsgegner von YB entwickelt, alle drei Duelle inklusive Cup entschied der Meister gleich mit 4:0 für sich. Die Zürcher sind eine Art Wundertüte der Liga, mal brillant, mal desolat, auf der Suche nach Konstanz traten sie sehr inkonstant auf. Dennoch ist Trainer Ludovic Magnin zuversichtlich vor dem Restart, zumal sich sein Team in Testspielen gegen Challenge-League-Clubs zuletzt überzeugend präsentierte: 5:1 in Vaduz, 5:1 gegen Aarau, 6:0 in Schaffhausen. «Wir haben in Bern nichts zu verlieren», sagt er.

Der bisherige Sportchef Thomas Bickel wurde bei YB-Gegner Zürich degradiert.
Der bisherige Sportchef Thomas Bickel wurde bei YB-Gegner Zürich degradiert.
Alessandro della Valle/Keystone

Magnin ist seit Februar 2018 im Amt, er verlängerte Anfang Jahr seinen Vertrag bis 2022 und wird ab nächster Saison mit einem neuen Sportchef zusammenarbeiten. Letzte Woche gab der FCZ bekannt, den bisherigen U-21-Coach Marinko Jurendic zum Sportchef zu befördern. Offen ist, welche Rolle der bisherige Sportchef Thomas Bickel übernimmt. Der frühere YB-Spieler Heinz Moser wiederum, SFV-Ressortchef Juniorenauswahlen, wird ab Herbst Leiter Ausbildung und Entwicklung.

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