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LeserreaktionenMissionieren sollte weltweit verboten werden

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem wird das Missionieren von christlichen Glaubensgemeinschaften heftig kritisiert.

Jede Religion habe ihre Daseinsberechtigung, so eine Leserin. Missionieren zeuge von Hochmut und sollte verboten werden.
Jede Religion habe ihre Daseinsberechtigung, so eine Leserin. Missionieren zeuge von Hochmut und sollte verboten werden.
Getty Images/iStockphoto

Leserbrief zu «Bund ermittelt wegen Schweizer Geisel»

Der Fall der getöteten Missionarin in Mali ist traurig! Aber die Hauptschuldige ist die Kirche selber. Ich finde, Missionieren sollte verboten werden, generell und weltweit. Dieser grässliche Hochmut, «Ich allein habe die richtige Religion», muss aufhören. Jede Religion hat ihre Berechtigung in der Weltenschule des grossen Geistes. Jede Religion ist so gut oder schlecht wie die Menschen daselbst. Bei den Christen heisst es in den Geboten «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst». Das heisst, ich soll andere Völker und Rassen so akzeptieren, wie sie nun mal sind. Die Kirche mit ihren Missionaren spielt sich auf, als hätte sie die einzig richtige Religion.

Ruth Schüpbach, Zollikofen

Leserbrief zu «Zwei bürgerliche Komitees, zwei Meinungen»

Im Vorfeld der Abstimmung über die Konzerninitiative werden Organisationen wie Pro Natura oder Public Eye als mächtige, verführerische Organisationen dargestellt, und Karin Keller-Sutter, die sonst durch Klarheit und Klugheit überzeugt, beschwört die Gefahr, dass Tausende Schweizer Firmen durch die Initiative in Prozesse verwickelt werden könnten. «Schweizer Gewerbe zerstören ?» heisst der Angstmachertitel auf dem Plakat der Gegner. Wollen wir einmal mehr warten, bis uns das Ausland korrigiert, wie beim Bankgeheimnis und anderen Mauscheleien? Es geht um nichts anderes als «eine Selbstverständlichkeit», wie es Martin Landolt formulierte, dass nämlich grosse Firmen sich wie kleine Bürger ans Gesetz halten müssen – auch wenn sie im Ausland Geschäfte machen und die Konsequenzen tragen für von ihnen verursachte Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden.

Peter Boss, Interlaken

Leserbrief zu «Die Polizei macht ab nächster Woche Maskenkontrollen»

Über eine Million Menschen jeder Altersgruppe sind schon an Corona gestorben. Ein einsamer Tod, ohne liebevolle Begleitung oder Umarmung. Eine schreckliche Vorstellung. Welch kleine Einschränkung ist dagegen das Tragen einer Maske, wo auch immer. Die Unverständigen, Verweigerer und Meckerer sollten, wenn nicht an sich, doch an die Mitmenschen denken.

Ursula Fivian, Thun


Mit grossem Erstaunen lese ich letzte Woche, dass bei Nichteinhalten der Maskenpflicht eine Busse bis zu 5000 Franken ausgesprochen werden kann. Ich finde das einen absoluten Verhältnisblödsinn, obwohl ich auch für die Maskenpflicht bin. Welche Bussen gelten eigentlich bei den Velofahrern? Die müssen sich an gar nichts halten. Die rasen über Kreuzungen mit Rotlichtern, halten nicht bei Stoppstrassen, fahren nachts ohne Licht, Handzeichen kennen sie grösstenteils nicht, und in den 30er-Zonen blochen sie mit ihren E-Bikes mit 45 km/h daher. Nach dieser Feststellung müsste die Bussenregelung eigentlich genau umgekehrt angewendet werden. – Übrigens, ich fahre seit über 40 Jahren Velo und halte mich an die Verkehrsregeln.

Peter Widmer, Thun


Was schon in ganz Europa und in der Westschweiz keinen Erfolg hat, hält nun auch im Kanton Bern Einzug. Ohne gesicherte Kenntnisse (kann, vielleicht, möglich), dass das Maskentragen überhaupt von Nutzen ist, werden in einem Anflug von politischem Aktivismus immer mehr Verbote erlassen. Natürlich wird auch gleich die Verantwortung auf Gewerbe, Gastrobetriebe und Detailhandel abgeschoben. Der Staat will nur die Bussen einkassieren. Die Corona-Phobie hat jetzt schon mehr Schaden angerichtet als das Virus selber (psychische, depressive Probleme). Die Zeche dafür dürfen natürlich das Volk, die schwächelnde Wirtschaft sowie die Arbeitslosen bezahlen. Werden wir das Coronavirus überhaupt wieder los? Ich glaube kaum. Schliesslich leben wir nicht unter einer Käseglocke. Ich hoffe auf eine baldige und vernünftige Normalität der Verhältnisse, damit das normale Leben wieder Freude macht.

Gregor Wyssbrod, Matten b. Interlaken