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LeserreaktionenMissbräuche der neuen Genschere machen Angst

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen. Unter anderem zur Entdeckung der Genschere Crispr/Cas9, die mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde.

Ist der Fortschritt in der Chemie auch eine Gefahr?
Ist der Fortschritt in der Chemie auch eine Gefahr?
Getty Images/iStockphoto

Missbräuche sind vorprogrammiert

Zu «Zwei Frauen revolutionieren die moderne Biologie»
Sehr interessant, sehr fortschrittlich, sehr gefährlich. Liest man die Überschrift, ist man beeindruckt über diesen Fortschritt. Das Weitergeben von Erbkrankheiten kann unterbunden werden. Viren und Bakterien können direkt bekämpft und damit lahmgelegt werden. Fantastisch! Je weiter man aber liest, desto mehr kommt ein ungutes Gefühl auf, bis am Ende Angst ausbricht, wenn man sich die möglichen Missbräuche vorstellt. Leider sind diese vorprogrammiert, wie wir aus Vergangenheit und Gegenwart wissen.
Mark Gasche, Kirchberg

Zitat des Tages

« Wenn ich gestresste Mütter und Väter sehe, die noch halb schlafende Kinder in die Krippen transportieren, beelendet mich das.»

Elisabeth Käser, Zollikofen

Keine guten Alternativen

Zu «Wie die Rübenbauern an einem Pestizidverbot leiden»
Sieht so eine Zukunft für die Erhaltung der Kulturen in der Landwirtschaft aus? Der Bund verbietet den Wirkstoff Imidacloprid, welcher die virustragenden Blattläuse bekämpft, ohne eine gute Alternative zu haben. Bei solch hohen Ertragsausfällen steigen viele Bauern aus der Zuckerrübenproduktion aus. Einerseits ist das Verbot nachvollziehbar, anderseits wurden keine genauen Untersuchungen im Schweizer Rübenanbau mit dem Wirkstoff durchgeführt. Bis zu dem Verbot wurde nach keiner Alternative zu der Virusbekämpfung gesucht. Das Problem ist mit dem Import nicht gelöst, sondern wir verlagern das Problem ins Ausland.
Stefan Gygax, Seeberg

Schwarze Schafe

Zu «Sind Zehntausende Unternehmen von der Konzerninitiative betroffen
Da ich im Ausland aufgewachsen bin, pflege ich viele Kontakte in andere Länder. Mir fällt auf, dass man als Schweizer im Ausland einen sehr guten Ruf geniesst. Die Schweiz ist bekannt für Qualitätsprodukte, das einzigartige politische System und das Engagement in der Friedensförderung. Vereinzelt begehen Unternehmen unter der Kontrolle von Konzernen mit Sitz in der Schweiz Menschenrechtsverletzungen und gefährden unseren Ruf. Es braucht die Konzernverantwortungsinitiative (KVI), damit diese schwarzen Schafe zur Rechenschaft gezogen werden können. Die Gegner wollen der Bevölkerung vormachen, dass praktisch jedes KMU eingeklagt werden könne. Dabei fordert die KVI nur etwas selbstverständliches: Ausländische Unternehmen, die unter der Kontrolle von Schweizer Konzernen stehen, sollen die elementarsten Menschenrechte einhalten müssen.
Samuel Kullmann, Grossrat EDU, Thun

Staat ist für die SP eine Milchkuh

Zum Leserbrief von Werner E. Wiedmer «Weiterer Schritt in Richtung eines Nanny States»
Das beelendet michIch gratuliere zu diesem Leserbrief. Jetzt sollen Kitas gratis werden. Wie ist es mit der Eigenverantwortung der Eltern? Kaum sind die Kinder geboren, werden sie abgeschoben. Wenn ich am Morgen die gestressten Mütter und Väter sehe, die noch halb schlafende Kinder in die Krippen transportieren, beelendet mich das manchmal. Der Staat scheint für die SP eine Milchkuh zu sein. Mit zwei Wochen Vaterschaftsurlaub sind sie nicht zufrieden. Wie das alles bezahlt werden soll, wird nicht hinterfragt. Wollen sie wirklich einen absoluten Sozialstaat? Man sollte gelernt haben, dass das noch nie funktioniert hat. Auch eine totale Gerechtigkeit wird es kaum geben.
Elisabeth Käser, Zollikofen