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Burgerversammlung in OberhofenMietzins steigt nicht für die Rebleuten

Die Pächter im Restaurant Rebleuten müssen 2021 nicht mehr Miete zahlen. Das beschloss die Burgerversammlung mit dem Budget.

Die Oberhofner Burger erhöhen die Pacht für das Restaurant Rebleuten auf 2021 nicht.
Die Oberhofner Burger erhöhen die Pacht für das Restaurant Rebleuten auf 2021 nicht.
Foto: Patric Spahni

Präsident Hans Zumbach liess gleich zu Beginn der von 21 Burgern am Freitagabend besuchten Versammlung im Klösterli in Oberhofen die Katze aus dem Sack: Der Burgerrat verzichte auf Erhöhung des Pachtzinses fürs Restaurant Rebleuten um 500 Franken pro Monat auf 2021. Zur Begründung führte der Präsident die jüngst vom Berner Regierungsrat beschlossene Massnahmenverschärfung im Kampf gegen das Coronavirus ins Feld mit der auf 21 Uhr vorgezogenen Sperrstunde und Kapazitätsbeschränkung für Restaurants.

Bei der nachfolgenden Beratung des Budgets der Burgergemeinde, das insgesamt mit einem Ertragsüberschuss von gut 29’000 Franken rechnet, wartete der zuständige Burgerrat Thomas Zumbach mit weiteren guten Nachrichten auf. So sind 83’300 Franken eingesetzt für den Unterhalt des Restaurants mit zwei Sälen und Bar/Apérokeller.

«Die Rebleuten darf uns etwas kosten.»

Thomas Zumbach, Burgerrat

«Die Rebleuten darf uns etwas kosten», erklärte Thomas Zumbach zu den geplanten Ausgaben. Diese sehen den Einbau eines neuen Herds für 40’000 Franken in der Küche vor. Zudem sollen die hausinternen Abwasserleitungen saniert werden. Die Investitionen erfolgten im Hinblick darauf, «dass der Restaurantbetrieb 2021 noch weiterläuft», sagte Zumbach. Er verteilte weiter Konsumationsgutscheine an die Burger. Dies als Ersatz fürs Nachtessen, das sonst offeriert wird nach der Versammlung.

Im Anschluss daran zeigte Thomas Schmid Genugtuung über die Einsicht von Burgerrat und -versammlung. Denn im Vorfeld hatte das Pächterpaar klar betont, dass eine Zinserhöhung unter den jetzigen Bedingungen «absolut nicht verkraftbar» wäre (diese Zeitung berichtete). Ein Ersatz für den zurücktretenden Burgerrat Thomas Zumbach konnte noch nicht gewählt werden, steht jedoch bereit mit Fritz Fischer. Dafür muss der «halbe» Burger aber erst noch aufgenommen werden, was Anfang Februar an einer ausserordentlichen Versammlung erfolgen wird.