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Ehemalige TeleBärn-ModeratorinMichelle Renaud zieht in den Truber Gemeinderat ein

Die Präsidentin der BDP Emmental wird den frei werdenden Sitz von Niklaus Blum in der Exekutive übernehmen.

In der Gemeinde Trub daheim – und nun auch in der dortigen Exekutive vertreten: Michelle Renaud.
In der Gemeinde Trub daheim – und nun auch in der dortigen Exekutive vertreten: Michelle Renaud.
Foto: Daniel Fuchs

Die Suche war von kurzer Dauer. Der frei werdende Sitz von Niklaus Blum (Ressort Hoch- und Tiefbau) in der Truber Exekutive übernimmt die ehemalige TeleBärn-Moderatorin Michelle Renaud. Dies teilt die Gemeinde in einem Communiqué mit. Weil aus dem Volk keine Wahlvorschläge für die Gesamterneuerungswahlen eingingen, wurden Renaud und die vier Bisherigen Peter Aeschlimann (Präsident), Martin Wiedmer (Vizepräsident), Adrian Henauer und Johann Wittwer für die Amtsdauer 2021 bis 2024 still gewählt.

Renauds Bezug zum Dorf im oberen Emmental ist natürlich gegeben, kaufte sie sich doch vor fünfzehn Jahren zusammen mit ihrem Mann ein Stöckli in Fankhaus, ziemlich abgelegen unterhalb des Napfs. Über zwanzig Jahre lang arbeitete sie für den Regionalsender TeleBärn, wurde dadurch zu einer bekannten Person in der Region. Dann hat sie gekündigt, um in die Politik einsteigen zu können. 2019 verpasste sie, die für die BDP angetreten war, jedoch die Wahl in den Nationalrat. Immerhin belegt sie den ersten Ersatzplatz. Sollte also einer der beiden amtierenden BDP-Nationalräte Lorenz Hess oder Heinz Siegenthaler vorzeitig zurücktreten, könnte sie nachrutschen.

Ihr Ziel: Ein Nationalratsmandat

Renaud präsidiert die BDP Emmental und ist auch Vorstandsmitglied der BDP Kanton Bern. Sie arbeitet als freischaffende Journalistin und hat unlängst eine Agentur gegründet. Sie bietet «Journalismus für Firmen» an, dreht für ihre Kunden Videos, moderiert Anlässe oder hält Vorträge. Dazu wirkt Michelle Renaud in der Tourismuskommission der Gemeinde Trub mit.

Die 45-Jährige sagte im Frühling gegenüber dieser Zeitung offen, dass sie in der BDP eine tragende Rolle übernehmen möchte. «Immerhin habe ich für die Partei meine Karriere als Nachrichtenjournalistin aufgegeben.» Deshalb, und weil sie überzeugt ist, «neuen Schwung bringen zu können», bleibt das Nationalratsmandat ihr erklärtes Ziel.

Vorerst zieht sie aber in den Truber Gemeinderat ein – wo sie übrigens die einzige Frau sein wird.