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Leserreaktionen«Mich freut, dass Kinder gebrauchte Kleider tragen»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zur Debatte, ob Kinder Kleider aus zweiter Hand tragen sollen.

Ein zweites Leben für alte Kleider?
Ein zweites Leben für alte Kleider?
Symbolbild: Getty Images

Zu «Bundesrat bereitet finale Phase im Poker mit Brüssel vor»

Die EU-Obrigkeit will unsere Schweiz nötigen. Unter anderem mit Exportverboten (zum Beispiel der Medizinaltechnik). Dies weil wir den EU-Rahmenvertrag so nicht anerkennen können. Es ist offenbar vergessen gegangen, dass wir durch das Fehlen von Bodenschätzen bester Kunde der europäischen Union sind, aber auf Exporte angewiesen bleiben. Unser Land hatte nie Kolonien, wo man plünderte, heute müssen wir EU-Gelder erbetteln. Trotzdem – oder gerade deshalb – geht es unserer demokratischen Schweiz wohl besser als diesen Ländern. Wir haben eine Neat gebaut, die mehrere Milliarden kostete. Das haben wir auch für Europa getan. Das Forschungszentrum Cern steht in Genf, die Pharma-Industrie ist erfolgreich, unsere Universitäten gehören zu den Besten, doch wir bleiben ein Exportland und genau da will uns Brüssel abstrafend schaden. Diktatorisches Vorgehen war noch nie erfolgreich. Vielleicht müsste die EU von der Schweiz lernen, um zu prosperieren, sicher nicht umgekehrt. Kathrin Gammenthaler Meyriez

Zum Leserbrief «Neutralität bleibt einer der wichtigsten Grundsätze» von Adrian Junker

Im erwähnten Leserbrief wird die Bedeutung der in unserer Verfassung völkerrechtlich-verbrieften Neutralität aufgezeigt, die der Grossmachtpolitik der Eidgenossenschaft ein Ende setzte. Mit der Motion «kein via Nord Stream 2 transferiertes Gas aus Russland in die Schweiz» da «dies die USA nicht gerne sehen», wollen Parlamentarierinnen und Parlamentarier offensichtlich wieder Grossmachtpolitik spielen und sich wieder in «fremde Händel» einmischen. Ausserdem: Warum sollte die russische Gasleitung Nord Stream 2 boykottiert werden, wenn heute schon mehr als die Hälfte des in die Schweiz importierten Gases durch russische Leitungen zu uns fliesst? Übrigens: Der Kampf «Genossen gegen Genossen», Nationalrat Jon Pult (SP) gegen Gerhard Schröder, sollte parteiintern, ohne Missachtung unserer Neutralität, ausgefochten werden. Toni Brunner, Münchringen

Zu «Diese zwei Länder lassen das Leben wieder zu»

Im Artikel wird zentral hervorgehoben, dass «den Dänen hilft, dass sie in Sachen Digitalisierung Ländern wie der Schweiz Meilen voraus sind». Ich staune immer wieder bei Berichterstattungen in jüngster Vergangenheit über Covid-19 – plakative Behauptungen, oft ohne Begründungen, die mit Fakten hinterlegt sind. Interessant wäre hier beispielsweise zu erfahren, in welchen Bereichen innerhalb der Digitalisierung die Dänen der Schweiz meilenweit voraus sind? In den Branchen, der Technologie, den Instrumenten, der Effizienz, im Wachstum, in der Innovation, in der Daten-Analyse oder in der Organisation? Konrad E. Moser, Steffisburg

Zu «Nun beginnt die Test-Offensive in Unternehmen und Schulen»

Im Kanton Bern gehören 65- bis 74-Jährige zur Impfgruppe C, welche nun zur Impfung gegen Covid-19 aufgerufen wird. Allen voran müssten doch primär die arbeitende Bevölkerung und die Studierenden geimpft werden. Denn die 65- bis 74 Jährigen können ihr Leben selbst einrichten. Viele sind fit und leben gesundheitsbewusst. Sie bewegen sich regelmässig, meist an der frischen Luft und stärken so ihr Immunsystem. Zudem können sie an Randzeiten ihren Einkauf tätigen. Ich schlage deshalb vor, dass fitte 65- bis 74-Jährige der Gruppe C ihre Impfung einer jüngeren Person im Arbeitsprozess oder im Studium überlassen. Sabina Geissbühler-Strupler Herrenschwanden

Zu «Sollen Kinder Kleider aus zweiter Hand tragen?»

Ich kann die Argumente der beiden Autorinnen Sibylle Hartmann und Mirjam Comtesse gut nachvollziehen und verstehen. Heute ist die Versuchung, den Kindern Kleider mit tollen Sujets, Glitzereffekten, blinkenden Schuhen und so weiter zu kaufen, gross. Mich freut es, dass Kinder auch gebrauchte modische Kleider mit den erwähnten Eigenschaften ohne Probleme tragen. Vor 40 Jahren war der Kleider- und Schuhkreislauf unter Geschwistern und im Bekanntenkreis normal. Skiartikel haben wir ausschliesslich in Skibörsen erstanden. Toll, wenn sich diese Haltung wieder etabliert. Onlinekommentar von Margrit Stauffer