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Kolumne von Markus SommMerkel – oder wie ich zur Populistin wurde

Die deutsche Politik will entscheiden, was in den Schweizer Alpen gelten soll. Das ist der alte Trick: Man zeigt auf die andern, um von eigenen Problemen abzulenken.

Wenn Politiker wissen, dass sie nicht wissen, was zu tun wäre, tun sie so, als ob sie handelten, ohne etwas zu tun: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
Wenn Politiker wissen, dass sie nicht wissen, was zu tun wäre, tun sie so, als ob sie handelten, ohne etwas zu tun: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel.
Foto: Michael Kappeler (DPA/Keystone)

Die Touristiker in den Skigebieten, ob in Österreich oder der Schweiz, haben alles vorgekehrt: Die Schutzmassnahmen gegen Corona sind dicht, intelligent, umfassend, sodass man beim besten Willen nicht behaupten kann, es sei gefährlicher, sich in Zermatt oder Lech aufzuhalten als in Berlin oder Paris. Dennoch möchten die Gewaltigen der Grossmächte in Europa, Angela Merkel in Deutschland, Emmanuel Macron aus Frankreich und Giuseppe Conte in Italien, den Schweizern und den Österreichern das Skifahren untersagen.

Weil wir uns aber im 21. Jahrhundert befinden, treten die Grossmächte natürlich nicht mehr so auf wie etwa 1750, als sie umgehend mit Truppen drohten, wenn irgendein Fürstentum sich traute, aufzumucken, nein, in der Gegenwart wird versucht, das über die EU zu regeln. Wie so oft dient sie als angeblich egalitäre, demokratische Tarnorganisation, wo mächtige Länder so tun, als ob sie gleich gross wären wie die kleinen, sich tatsächlich aber als gleicher erweisen, wenn es um ihre Interessen geht.

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