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Standpunkt: «Unser Asylverfahren lädt zum Missbrauch ein»

Vom Schweizer Asylverfahren profitieren zu oft die Falschen.

Andrea Sommer

Der Nigerianer O.L., der während acht Jahren mit unentgeltlicher Rechtshilfe die Beschwerdemöglichkeiten ausschöpfte, seine Herkunft verschleierte, wiederholt delinquierte und schliesslich mit tausend Franken Rückkehrhilfe in seine Heimat geflogen wurde, mag ein krasser Fall sein (Ausgabe von Donnerstag). Ein Einzelfall ist er nicht.

Das spricht Bände.Im Schweizer Asylverfahren haben Schummler derart leichtes Spiel, dass es beinah einer Aufforderung zum Missbrauch gleichkommt. Das erklärt auch, weshalb rund achtzig Prozent der abgewiesenen Asylsuchenden Beschwerde gegen die Ablehnung ihres Gesuchs einreichen. Die Hälfte dieser Leute bleibt jahrelang in der Schweiz. Ein Leichtes, wenn sie Identität und Herkunft verschleiern sowie sämtliche Beschwerdemöglichkeiten ausschöpfen. Letzteres übrigens oft mit Unterstützung von Kirchen und Hilfsorganisationen.

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