Kommentar: «Wie ist so etwas überhaupt möglich?»

Alexander und Sabine Symons stehen seit Jahren im Konflikt mit dem Gesetz. Das Ehepaar wurde bereits von zwei Instanzen verurteilt: sie wegen Verleumdung, er wegen Brandstiftung.

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Simone Lippuner

Im ersten Anlauf erhielt Alexander Symons dafür 2 Jahren Zuchthaus. Das Obergericht schraubte die Strafe auf 2 Jahre bedingt runter.

Dennoch übernehmen Symons dreist weiterhin die Verantwortung für Lager und somit für Kinder und Jugendliche – darunter auch behinderte. Der Eklat in Studen zeigt, dass dies völlig verfehlt ist. Doch niemand hat eine Handhabe gegen das Ehepaar aus Zuchwil: nicht der Regierungsstatthalter, nicht die Gemeinde, nicht der Bund, nicht die offizielle Pfadivereinigung Schweiz. Symons sind mit ihrem Verein «Pfadfinderbund Seeland» nirgendwo Mitglied und entziehen sich so jeglicher Kontrolle. Für ein Lager dieser Art braucht es keine Bewilligung. Demgegenüber muss ein Lager von Jugend und Sport strenge Auflagen erfüllen. Und auch in einem Schullager werden die Kinder nicht jedem anvertraut. Symons nutzen hier schamlos eine Gesetzeslücke.

In der Schweiz braucht es sogar für das Halten eines Hundes eine Bewilligung. Doch eine Woche lang die Verantwortung für eine Gruppe Kinder zu übernehmen, entzieht sich der behördlichen Kontrolle. Das ist Verhältnisblödsinn.

So oder so: Es bleibt, an den gesunden Menschenverstand zu appellieren. Die Eltern müssen gut überprüfen, wem sie ihre Kinder anvertrauen, wo und mit wem sie diese in ein Lager schicken. Denn wo Pfadi draufsteht, muss nicht unbedingt Pfadi drin sein.

simone.lippuner@bernerzeitung.ch

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