Zum Hauptinhalt springen

Feueralarm in SpiezWas führte zum Wohnhaus-Brand im Studweid-Quartier?

Um 4 Uhr in der Früh ist in einem Haus in Spiez ein Brand ausgebrochen. Drei Personen wurden für weitere Abklärungen ins Spital gebracht. Die Polizei ermittelt.

In diesem Wohnhaus an der Studweidstrasse in Spiez hat es am frühen Montagmorgen aus noch unbekannten Gründen gebrannt.
In diesem Wohnhaus an der Studweidstrasse in Spiez hat es am frühen Montagmorgen aus noch unbekannten Gründen gebrannt.
Foto: Jürg Spielmann

Ein leichter Russgeruch hing am Montagvormittag in der Luft über der beschaulichen Spiezer Studweid. Diese liegt just oberhalb des Westportals des Leimerntunnels der Autobahn A8. Signalisationen der Feuerwehr und eine lange rote Wasserzuleitung auf der Quartierstrasse zeugten noch davon, dass hier wenige Stunden zuvor eine Feuersbrunst bekämpft worden war. Polizisten führten vor Ort Befragungen durch und nahmen Ermittlungen im Brandobjekt auf.

«Eternitplatten sind geborsten und haben dabei ein lautes Knallen verursacht.»

Ein Anwohner des Studweid-Quartiers

Am frühen Morgen kurz nach 4 Uhr war bei der Kantonspolizei Bern die Meldung zu einem Brand an der Studweidstrasse eingegangen. «Als die sofort ausgerückte Feuerwehr Spiez vor Ort eintraf, hatte sich das Feuer im Wohnhaus bereits ausgebreitet», schreiben das Regierungsstatthalteramt Frutigen-Niedersimmental und die Kantonspolizei Bern in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Den Feuerwehrangehörigen sei es gelungen, den Brand unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude zu verhindern. Aus Sicherheitsgründen wurde eine Brandwache gestellt.

Mann sprang vom Balkon

Die Bewohner konnten das Haus zum Glück rechtzeitig selbstständig verlassen. Zwei Personen wurden durch zwei Ambulanzteams für Abklärungen ins Spital gebracht. Ein Mann hatte sich beim Sprung von einem Balkon verletzt. «Das betroffene Haus wurde beim Brand stark beschädigt und ist zurzeit nicht bewohnbar», heisst es in der Mitteilung weiter. Für die betroffenen Personen seien mithilfe der Gemeinde individuelle Lösungen gefunden worden.

Zeugte am Montagvormittag noch von der Feuersbrunst: Die Feuerwehr hatte eine längere Wasserleitung hin zum Brandplatz gelegt.
Zeugte am Montagvormittag noch von der Feuersbrunst: Die Feuerwehr hatte eine längere Wasserleitung hin zum Brandplatz gelegt.
Foto: Jürg Spielmann

Wie ein Anwohner Stunden nach dem Brand vor Ort erklärte, seien die Flammen beim Eintreffen der Feuerwehr im Dach bereits zu sehen gewesen. Zudem habe es «immer wieder gchlepft – fast so wie bei einem Feuerwerk». Ein weiterer Nachbar glaubte, den Grund dafür zu kennen. «Eternitplatten sind geborsten und haben dabei ein lautes Knallen verursacht», mutmasste er. Das Wichtigste indes sei aber sowieso, dass nichts Schlimmeres geschehen sei, waren sich die Quartierbewohner einig.

Während der Löscharbeiten wurde der Verkehr auf der Studweidstrasse durch die Feuerwehr wechselseitig geregelt. Wie sie in der Mitteilung schreibt, hat die Kantonspolizei Bern Ermittlungen zur Klärung der Brandursache und zur Höhe des Sachschadens aufgenommen.