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Kinderbetreuung trotz CoronaManche Kitas dürfen nun doch schliessen

Der Kanton Bern hat präzisiert, wann die Kitas geöffnet bleiben müssen. Nicht jede Tagesstätte muss demnach ihren Betrieb aufrechterhalten.

In Kindertagesstätten dürfen nur noch maximal fünf Kinder pro Gruppe betreut werden.
In Kindertagesstätten dürfen nur noch maximal fünf Kinder pro Gruppe betreut werden.
Foto: Andrea Zahler

Die Kitas im Kanton Bern bleiben offen, die Schulen sind geschlossen. Diese Ungleichbehandlung hat Anfang Woche zu Kritik geführt. Die Gewerkschaft VPOD forderte etwa die sofortige Schliessung der Kindertagesstätten. Die Berner Regierung hat sich am Dienstag aber erneut gegen diesen Schritt entschieden. Zudem verlangte sie von Kitas, die bereits geschlossen worden sind, dass sie ihre Türen wieder öffnen.

Nun hat die Gesundheitsdirektion von Pierre Alain Schnegg (SVP) in einem weiteren Schreiben an die Betreiber präzisiert, wie es weitergeht. Demnach müssen die Kitas nach wie vor für alle Eltern offen sein. Wenn immer möglich soll der Nachwuchs aber privat betreut werden. Die Gruppen in den Tagesstätten müssen zudem strikt auf vier bis fünf Kinder begrenzt werden.

Wenn mehr Kinder angemeldet sind, dann dürfe die Kita aber eine Priorisierung vornehmen. Vorrang haben dann Eltern, die in Spitälern, dem öffentlichen Verkehr oder im Verkauf tätig sind. Die Institutionen müssen in einem solchen Fall ihre Kapazitäten so rasch wie möglich erhöhen oder eine Lösung mit einer anderen Kita finden. Die Tagesstätten in einer Gemeinde können sich schliesslich absprechen, wie die Betreuung gewährleistet wird. Sprich: Es müssen nun doch nicht mehr alle Kitas geöffnet bleiben, wenn dies nicht notwendig ist.

Wenigstens ein bisschen Klarheit hat der Kanton Bern auch bezüglich der Finanzierung geschaffen. Die Kita-Betreiber befürchteten, dass Eltern, die ihre Kinder nun zu Hause betreuen, ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Die Gesundheitsdirektion fordert die Eltern nun aber auf, die Beiträge nach wie vor zu überweisen. Denn die Kitas müssten das Angebot ja auch weiterhin aufrechterhalten. «Der Kanton ist daran, die Finanzierung dieser Kosten zu klären», schreibt die Gesundheitsdirektion. Denkbar sei auch eine schweizweite Lösung. Sobald es eine Lösung gibt, will der Kanton wieder informieren.