Magnat Ratan Tata gibt Führung seines Konzerns ab

Indischer

Mumbai Ohne grosses Aufsehen hat der bisherige Chef der indischen Tata-Unternehmensgruppe, Ratan Tata, nach 21 Jahren die Führung des Konzerns abgegeben.

Mit dem 75. Geburtstag Tatas am Freitag trat sein entfernter Familienangehöriger Cyrus Mistry an die Spitze des Konzerns. Eine offizielle Übergabe der Amtsgeschäfte gab es nicht. Während sich der 44-jährige Mistry wortlos durch eine Menge Journalisten seinen Weg ins Tata-Hauptquartier in Mumbai bahnte, blieb der medienscheue Tata seinem Büro nach Angaben aus seinem Umfeld fern. Ratan Tata stand seit 1991 an der Spitze des Familienkonzerns und machte diesen zu einem Weltunternehmen mit unzähligen Tochterunternehmen. Der Tata-Konzern ist in vielen Geschäftsbereichen tätig, darunter Fahrzeugbau, Teehandel, Telekommunikation und Finanzdienstleistungen. Mehr als die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet der Konzern heute im Ausland, vor allem in den USA und in Grossbritannien. Weltweites Aufsehen erregte Tata mit der Übernahme westlicher Firmen wie etwa des Luxuswagenherstellers Jaguar Land Rover. Der bisherige Firmenchef selbst ist auch als der «Vater» des Nano bekannt, den der Konzern als billigstes Auto der Welt anpries. Tata stammt aus einer alten indischen Dynastie von Industriellen. Er selbst ist aber Junggeselle und hat keine Kinder. Zu seinem Nachfolger kürte er deshalb im November 2011 Cyrus Mistry, dessen Schwester mit Tatas Halbbruder Noël verheiratet ist.

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