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Mein Alltag und Corona«Lugi-Charte» und grölende Trampolin-Kinder

Wie verändert die Corona-Pandemie unseren Alltag? Userinnen und User erzählen.

Kinder haben Spass auf dem Trampolin. Ein Leser beschwert sich über den Krach.
Kinder haben Spass auf dem Trampolin. Ein Leser beschwert sich über den Krach.
Getty Images

«Danke für die guten Ideen, die diese Zeitung in der Ausgabe vom 9. April für die Kontaktpflege zwischen Grosseltern und Enkeln vorgestellt hat. Sehr gute Erfahrungen mache ich mit der Lugi-Charte, der Lügen-Karte. Vier unserer Grosskinder und unsere Urgrosstochter sind zwischen sieben und neun Jahre alt. Aus unserer «Isolationshaft» im Kandertal schicke ich ihnen Lugi-Charte. Da sind zehn Behauptungen aufgeführt, acht davon sind gelogen, nur zwei sind wahr. Das Erfinden der Behauptungen macht Freude, und die Rückmeldungen, Briefe und Lugi-Charte sind zahlreich und lustig. So greifen auch die Schreibfaulen plötzlich zum Schreibzeug, es entsteht ein reger Briefwechsel, der die Verbindung zwischen den Generationen ganz erfreulich belebt. Und die Lugi-Charte, die mir die Grosskinder und die Urgrosstochter schicken, fordern mich oft richtig heraus.» Andres Bühler, Bremgarten

«Viel gerühmt wird das Verhalten unter den Generationen bei der Bekämpfung des Coronavirus. Sei es bei der Besorgung von Lebensmitteln und der allgemeinen Hilfe gegenüber der älteren Generation. Dieses Zeichen der Verbundenheit zwischen Jung und Alt finde ich anerkennenswert. Meine Frau und ich gehören als 80-Jährige zur gefährdeten Generation. Unsere Wohnsituation erlaubt es uns immerhin, auf dem Balkon etwas frische Luft zu tanken und eine schöne Aussicht zu geniessen. Hier aber hört das Verhalten und die Solidarität gewisser Familien mit Kindern im Quartier leider auf. Da werden unsere Nerven massiv strapaziert. Die Kids werden oft sich selbst überlassen. Die vielen in Gärten installierten Trampoline werden stundenlang, bis in die späten Abendstunden, benutzt. Es wird gehüpft, geschrien und gegrölt, sodass wir nach kurzem Aufenthalt im Freien gezwungen werden, den Balkon zu verlassen und die Fenster zu schliessen. Mein Leserbrief geht mit der Bitte an die Eltern, den Kids dies zu erklären und sie anzuhalten, etwas mehr Rücksicht auf uns «Alte» zu nehmen. Dieser Aufruf erfolgt im Sinne von Solidarität der Generationen.» Xaver Zimmermann, Thun

Es gibt tatsächlich «Engel».

Sandra Schneider und Hermann Wüthrich, Lützelflüh

«Es gibt tatsächlich «Engel». Kürzlich veröffentliche diese Zeitung einen Bericht von einem Ehepaar in Langenthal. Dieses zahlt dem Coiffeur weiterhin einen Beitrag, als würden sie diesen tatsächlich besuchen. Ich möchte nun sagen, dass es auch in Lützelflüh solch soziale Menschen gibt. Auch wir haben eine grosszügige Spende erhalten. Auf diesem Weg möchten wir uns ganz herzlich bei diesen anonymen Spendern bedanken. Das ist Solidarität ohnegleichen.» Sandra Schneider und Hermann Wüthrich, Lützelflüh

Wollen auch Sie von Ihrem Alltag mit Corona berichten? Schicken Sie ein Mail an redaktion@bernerzeitung.ch (Vermerk: Mein Alltag und Corona).