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Lonza-Partner expandiertImpfstoffentwickler Moderna platziert Europachef in Basel

Das Biotech-Unternehmen hat Nicolas Chornet zum Europachef ernannt. Der ehemalige Novartis-Manager soll von Basel aus die europäische Präsenz des US-Unternehmens stärken.

Blick auf den Lonza Turm in Basel.
Blick auf den Lonza Turm in Basel.
KEYSTONE

Der Lonza-Partner Moderna will sein Europa-Geschäft stärken. Dazu habe Moderna Nicolas Chornet zum Europachef (Senior Vice President International Manufacturing) ernannt, wie Moderna am Dienstag mitteilte.

Chornet werde in Basel tätig sein, wo auch der Hauptsitz von Lonza liege. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit wird laut Mitteilung auf der Stärkung des europäischen Geschäfts von Moderna liegen. Dazu baut die US-Biotechfirma offenbar einen eigenen Standort auf. In Basel hat Moderna derzeit 21 Jobs ausgeschrieben.

Moderna ist derzeit mit seiner klinischen Versuchsreihe in aller Munde. Das Unternehmen prüft nämlich seinen Impfstoffkandidaten mRNA-1273, der gegen Covid-19 eingesetzt werden soll. Derzeit baue man die Kapazitäten für die späten Entwicklungsstadien und die grosstechnische Herstellung des Impfstoffkandidaten auf.

Der Aufbau einer europäischen Präsenz sei für Moderna ein Schlüsselfaktor, um Produktionszusagen ausserhalb der USA einhalten zu können, wird Chornet in der Mitteilung zitiert.

Chornet kam vor 18 Monaten als Senior Vice President Manufacturing in den USA zu Moderna. Zuvor hatte er über ein Jahrzehnt lang verschiedene operative und produktionsbezogene Positionen bei Novartis inne. Vor seiner Zeit bei Novartis arbeitete er für Eli Lily und andere biopharmazeutische Unternehmen.

Im Zeitplan für Lieferung

Moderna liegt den Angaben zufolge mit der Lieferung von rund 500 Millionen Dosen pro Jahr sowie einer möglichen Ausweitung auf bis zu eine Milliarde Dosen pro Jahr ab 2021 weiterhin im Zeitplan. Für die Produktion und Abfüllung ausserhalb der USA arbeitet Moderna sowohl mit Lonza als auch dem spanischen Unternehmen ROVI zusammen.

Erst am vergangenen Freitag hatte sich der Bund 4,5 Millionen Dosen des künftigen Impfstoffs gegen das Coronavirus gesichert. Dazu hat er einen Vertrag mit Moderna abgeschlossen.

Parallel dazu ist der Bund aber noch mit weiteren Impfstoff-Unternehmen im Gespräch. Er unterstützt multilaterale Vorhaben zur gerechten Verteilung eines künftigen Impfstoffs. Dieser existiert noch nicht, Entwicklung und Forschung laufen aber auf Hochtouren.

SDA

4 Kommentare
    Peter Zürcher

    Da hat er aber Glück, wir haben noch ausreichend Kontigente.