Zum Hauptinhalt springen

Thuner WahrzeichenLetzte Mauern ums Schloss werden saniert

Auf dem Thuner Schlossberg werden bis im Herbst diverse Sanierungen durchgeführt. Zudem lässt die Stadt Thun die Beleuchtung der Fusswege erneuern.

Teile der Mauern auf dem Schlossberg wurden bereits in den vergangenen Jahren (hier ein Bild von 2018) eingerüstet. Dieses Jahr wird die Sanierung fortgesetzt.
Teile der Mauern auf dem Schlossberg wurden bereits in den vergangenen Jahren (hier ein Bild von 2018) eingerüstet. Dieses Jahr wird die Sanierung fortgesetzt.
Foto: Michael Gurtner

In den nächsten Monaten werden rund um den Schlossberg an verschiedenen Orten Bauarbeiterinnen und -arbeiter anzutreffen sein. «Bis Ende Oktober lässt die Schlossberg Thun AG die Aussenfassade des Eingangsturms zum Schloss Thun, die seitlichen Aussenfassaden und einen Teil der Südfassade des Neuen Schlosses sowie die Jalousien restaurieren», hat die Stadt Thun am Donnerstagvormittag mitgeteilt. Die Fassade werde eingerüstet. Parallel dazu wird auch die letzte Etappe der Mauersanierung vorgenommen, die wie bis anhin in enger Abstimmung mit der kantonalen Denkmalpflege erfolgt.

Konkret saniert die Stadt im Bereich der Schlossbergschule die letzten der Mauern ums Schloss. «Dafür muss die Treppe zwischen Pavillon und Kirche teilzeitig gesperrt werden», heisst es. Das Amt für Stadtliegenschaften lässt – zusammen mit dem Archäologischen Dienst des Kantons – bereits seit 2017 die historischen Mauern rund ums Schloss restaurieren. Dabei wurde auch der schmale Chueschärmeweg hinter dem Schloss instand gestellt und wieder zugänglich gemacht (wir berichteten).

Einheitlicher Beleuchtungsmix

Weiter erneuert die Stadt auf dem Schlossberg in Zusammenarbeit mit der Energie Thun AG die öffentliche Beleuchtung. «Die Arbeiten werden sukzessive realisiert und bis im Spätsommer abgeschlossen», schreibt die Stadt. Sorgfältig ins historische Mauerwerk integrierte LED-Leuchten sowie Handläufe mit integrierter Beleuchtung würden die Fusswege erhellen, «ohne den Nachthimmel mit Licht zu verschmutzen». Wie der Effekt auf den Handläufen künftig wirkt, kann beim neu ausgeleuchteten Treppenaufstieg Hohle Messe bis zum Eingangsbereich des Schlosses bereits erlebt werden.

Die bisher schummrige Beleuchtung auf dem Schlossberg war im Winter 2017 von der damaligen Leiterin des Schlossmuseums, Lilian Raselli, kritisiert worden. Die Stadt versprach Besserung. Wieso hat die Anpassung aber über drei Jahre auf sich warten lassen? «In der Zwischenzeit haben wir mit einem Spezialisten ein Beleuchtungskonzept erarbeitet – mit dem Anspruch, den Beleuchtungsmix auf dem Schlossberg zu vereinheitlichen», erklärt der Thuner Bauvorsteher Konrad Hädener (CVP) auf Anfrage. Das Beleuchtungskonzept habe zudem mit dem Sanierungskonzept abgestimmt werden müssen. Die neuen LED-Leuchten würden nicht mehr blenden und das Licht lediglich auf den Boden gerichtet abgeben. Somit lande kein störendes Streulicht in umliegenden Gärten. «Diesen Fragen wird heute viel mehr Rechnung getragen als früher», sagt Hädener. Für das Ausführungskonzept der gesamten Beleuchtung rund um den Schlossberg hat der Gemeinderat ein Budget von 210’000 Franken veranschlagt.

Der Thuner Schlossberg mit Schloss und Stadtkirche aus der Vogelperspektive.
Der Thuner Schlossberg mit Schloss und Stadtkirche aus der Vogelperspektive.
Foto: Christoph Gerber