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Literaare vom 6. bis 8. März in ThunLesung beim Schlummertrunk

Vom 6. bis 8. März 2020 feiert Literaare seine 15. Festivalausgabe. Mit bekannten und unbekannteren Namen. Und mit vielen Neuerungen wie einer Schlummertrunk-Lesung oder literarischen Rundgängen durch die Stadt.

Ruth Schweikert liest am Thuner Literaturfestival Literaare im Rathaus.
Ruth Schweikert liest am Thuner Literaturfestival Literaare im Rathaus.
Foto: PD

Zur 15. Ausgabe des Thuner Literaturfestivals Literaare steht einmal mehr Bewährtes wie die «Stimmen von Thun», der Literaturexpress oder die Sofalesung auf dem Programm. Aber auch viele spannende Neuheiten wie eine literarische Führung durchs Thuner Kunstmuseum, eine Schlummertrunk-Lesung in der Schlossbergbar oder ein Stadtrundgang mit Texten von Thuner Schülerinnen und Schülern oder das Format «Skriptor», wo Autorinnen und Autoren einen unveröffentlichten Text von Demian Lienhard diskutieren und so sichtbar machen, wie Literatur entsteht und gearbeitet wird. Dazwischen findet sich immer auch Raum für Lesungen, Gespräche und Diskussionen.

Was ist Heimat?

Die Autorinnen und Autoren, denen man dieses Jahr in Thun begegnen kann, befassen sich insbesondere mit der Frage nach Raum und Ort: Katerina Poladjans Heldin Helen reist in «Hier sind Löwen» nach Jerewan, wo sie sich auf eine Spurensuche nach dem eigenen Platz in der Weltgeschichte begibt. Kristin Höllers Held Martin kehrt in «Schöner als überall» in sein Heimatdorf zurück, wo sich die alte Heimat als Ort der Geborgenheit verweigert. Und auch Hengameh Yaghoobifarah setzt sich in «Eure Heimat ist unser Alptraum» – essayistisch und hochkritisch – mit dem Heimatbegriff auseinander. Einen Ortswechsel, nämlich von der Stadt aufs Land, vollziehen die Figuren in Miku Sophie Kühmels «Kintsugi» und in Svenja Gräfens «Freiraum».

Und die Frage danach, was die Orte mit dem, was in ihnen geschieht, zu tun haben, beobachtet Christoph Geiser in seinen Erzählungen «Verfehlte Orte». Das Festival wird sich vor allem rund um den Rathausplatz abspielen, die Schlossbergbar, das Zunfthaus zu Metzgern und das Simplyfine flankieren das Festivalzentrum im Rathaussaal. Und zum ersten Mal gibts mit dem Format «Eine Stadt liest ein Buch» die Möglichkeit für alle, sich intensiv mit einem Werk auseinanderzusetzen. «Der Sprung» der Schweizer Autorin Simone Lappert soll die ganze Stadt zum Literaturgespräch animieren – genauso, wie ein Ereignis in diesem Roman zum Stadtgespräch wird (wir berichteten).

Angeraten wird für alle Veranstaltungen zeitiges Erscheinen, denn alle Gäste müssen sich aufgrund der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vor Ort registrieren lassen.

Vorverkauf: Buchhandlung Krebser, Bälliz 64, Thun, Telefon 033 439 83 83 oder info@krebser.ch.