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Lauberhorn-Zoff«Eine Million ist nicht stemmbar»

Im Knatsch um die Rennen am Lauberhorn wehrt sich Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann gegen «überstiegene Forderungen» und bezeichnet den Anlass als «mangelhaft vermarktet».

«Das Hauptproblem liegt nicht bei Swiss Ski.» Urs Lehmann wehrt sich zu den Vorwürfen gegenüber des Verbandes.
Video: Keystone/SDA

Der Zoff um die Lauberhorn-Rennen hat die Schweizer Ski-Szene über die Auffahrtstage aufgewühlt. Nach dem heftig kritisierten Entscheid, die Rennen vorderhand aus dem Kalender zu nehmen, hat Swiss-Ski-Chef Urs Lehmann Stellung zur Eskalation genommen. «Das Hauptproblem liegt nicht bei Swiss-Ski. In den letzten fünf Jahren waren drei von fünf Austragungen defizitär», sagt Lehmann. Er präsentiert einen Lösungsvorschlag in drei Schritten: «Wir sehen in einem ersten Schritt, dass die Vermarktung der Lauberhorn-Rennen optimiert werden muss. Der zweite Schritt ist die Unterstützung durch die öffentliche Hand.»

Lehmann pocht auf eine Defizitgarantie

Sobald die Vermarktung verbessert ist und die Defizitgarantie besteht, sei Swiss-Ski bereit, in Ausnahmesituationen auszuhelfen. Bei einem Rennausfall würde der Verband den Organisatoren unter die Arme greifen. Aber Lehmann verortet die finanziellen Möglichkeiten des Verbands: 100 000 Franken könne man stemmen, «aber nicht eine Million, wie das gerichtlich von uns eingefordert wird.»

Nächsten Donnerstag könnten die nächsten Schritte beschlossen werden, an einer gemeinsamen, grossen Sitzung. Teilnehmer: Lehmann, OK-Chef Urs Näpflin, Sportministerin Viola Amherd sowie Vertreter des Kantons Bern und Baspo-Chef Matthias Remund. Die Rennen am Lauberhorn, sie bleiben in der Schweizer Sportwelt definitiv die affaire à suivre.