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Urteil des Berner Obergerichts bestätigtLegale Hanfsamen nach mehrfacher Reproduktion illegal

Das Bundesgericht hat die Beschwerde eines Mannes abgewiesen, der die Herausgabe von bei ihm sichergestellten Hanfsamen verlangte.

Legal gekauft, zu illegaler Sorte reproduziert. Ein Mann ist mit seiner Beschwerde gegen den Einzug seiner Hanfsamen vor dem Bundesgericht gescheitert.
Legal gekauft, zu illegaler Sorte reproduziert. Ein Mann ist mit seiner Beschwerde gegen den Einzug seiner Hanfsamen vor dem Bundesgericht gescheitert.
Bild: iStockphoto

Ein Mann der sich amtlich zertifizierte und somit legalen Hanfsorte gekauft hatte, deren THC-Gehalt jedoch nach mehrfacher Reproduktion den zulässigen Wert von einem Prozent überstieg, ist mit seiner Beschwerde beim Bundesgericht gescheitert.

Das Bundesgericht bestätigte in einem am Freitag veröffentlichten Urteil die Sicht des Berner Obergerichts, wonach die Samen unter das Betäubungsmittelgesetz fallen und somit einzuziehen sind.

Es könne davon ausgegangen werden, dass die aus den Samen wachsenden Gewächse einen THC-Wert von mehr als einem Prozent aufweisen, da sie von Pflanzen mit einem Durchschnittswert von 1,8 Prozent stammten, hiess es. Dies hatte sich das Obergericht durch einen Experten bestätigten lassen.

Samen werden vernichtet

Laut dem Urteil des Bundesgerichts hatte der Fachkundige bestätigt, dass es sich bei den Samen nicht mehr um eine kontrollierte Reproduktion der amtlich zertifizierten Hanfsorte handle. In der Landwirtschaft dürften ausschliesslich zertifizierte Hanfsamenposten verwendet werden. Eine Vermehrung der Sorte sei stark reglementiert und staatlichen Organisationen vorbehalten.

Das wussten der Beschwerdeführer und ein weiterer Mann nicht, als sie jeweils die eigenen Hanfsamen wieder anbauten. Aus diesem Grund wurden sie bereits 2016 vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäubungsgesetz freigesprochen. Die von ihnen kultivierten Pflanzen wurden jedoch eingezogen und vernichtet. Gleiches wird nun auch mit den Samen geschehen.

SDA/sih