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Die italienische Qualitätspyramide

«Quantität vor Qualität» lautete früher das Motto vieler italienischer Weinbauern. Seit bald 50 Jahren setzen sie konsequent auf Qualität. Das zahlt sich heute aus.

Nur Frankreich produziert heutzutage mehr Wein als Italien. Wein wird in ganz Italien angebaut, vom Norden bis in den Absatz des Stiefels sowie auf Sardinien und Sizilien. Die Weinbauern setzten lange auf Masse statt Klasse. Das hat sich seit den 1960er-Jahren geändert. 1963 führten die Winzer mit DOC ihre erste Qualitätsbezeichnung ein. Sie gingen sogar einen Schritt weiter als die Franzosen und definierten selbst die Farbe der Weine, ihren Geruch und wie lange sie mindestens lagern müssen. Italiens Qualitätssystem ist wie eine Pyramide aufgebaut. Die Tischweine, Vini da Tavola, sind das Fundament, dann folgen IGT (Indicazione Geografica Tipica), DOC (Denominazione di Origine Controllata) und DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). 300 Gebiete, in denen rund ein Fünftel der italienischen Weine produziert wird, erfüllen die strengen DOC- oder die noch strengeren DOCG-Auflagen. IGT-Weine müssen wie französische Vins de Pays einen für ihre Region typischen Charakter besitzen. Das Spektrum reicht vom einfachen Wein bis zum edlen Tropfen, der qualitativ mit DOC- und DOCG-Weinen mithalten oder ihre Qualität gar übertreffen kann, aber aus anderen als den vorgeschriebenen Trauben gekeltert wird.

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