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Unterwegs auf der iranischen Gotthardstrecke

Sieben Stunden für 300 Kilometer: Eine packende Zugfahrt durch Wüstengebiete, quer durch das Alborz-Gebirge und über eine technisch faszinierende Linienführung von Teheran hinunter ans Kaspische Meer.

Monika Neidhart
Dann und wann fährt der Zug an einer Schafherde vorbei: Unterwegs Richtung Alborz-Gebirge.
Dann und wann fährt der Zug an einer Schafherde vorbei: Unterwegs Richtung Alborz-Gebirge.
Monika Neidhart
110 Meter hoch, 270 Meter lang: Die 1936 erbaute Vereskbrücke.
110 Meter hoch, 270 Meter lang: Die 1936 erbaute Vereskbrücke.
Monika Neidhart
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«Âmâdeh budan» — «Bereit zur Abfahrt», gibt der Herr im dunkelblauen Anzug mit vier goldenen Streifen auf den Ärmeln via Funkgerät durch. Ein Hupen der Diesellokomotive. Der Zug mit neun Wagen setzt sich langsam in Bewegung. Schon bald erscheint im Rückblick die Metropole Teheran mit ihren 15 Millionen Einwohnern. Eine riesige Ansammlung von grauen und sandfarbigen Häusern mit Flachdächern. Dahinter die schneebedeckte Bergkette mit ihrem höchsten Berg, dem 5671 Meter hohen Damavand. Klar zeichnet sich die kegelförmige Silhouette dieses erloschenen Vulkans an diesem Frühlingstag am Horizont ab. Auch wenn wir in unserem Sechserabteil mit Schiebetüre das Kopftuch und die lange Bluse, die den Hintern bedeckt, weg­legen könnten, behalten wir die Kleidung nach iranischer Vorschrift an. Zu faszinierend ist der Blick nach draussen, den wir uns nicht mit dicken Vorhängen versperren wollen.

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