Akrobatischer Roadtrip durch die Schweiz

Vier Berner machen Werbung für die Schweiz – mit eindrücklichen Bildern und spektakulärer Akrobatik an sehenswürdigen Plätzen.

Helvetic Tricking 2: Mit den vier Kampfsportakrobaten auf einer Reise durch die Schweiz.Quelle: Youtube.com/<a href="https://www.youtube.com/channel/UC4uT3-nXprkBMjVZJAKb7kw" target="_blank">MH Productions</a>

Martin Bürki@tinubuerki27

Jungfraujoch, Zermatt, Melide – man muss nicht immer in die Ferne, sprich ins Ausland schweifen, um Ferien zu machen. Das dachte sich auch Micha Hurni: «Die Menschen bereisen andere Länder und besuchen Sehenswürdigkeiten. Dabei haben wir doch auch bei uns schöne Plätze. Ich wollte einmal sehen, wofür ausländische Touristen denn in die Schweiz kommen.» Vergangenen August packte er seine sieben Sachen, schnappte sich ein paar Kollegen und fuhr mit ihnen kreuz und quer durch die Schweiz.

Bei dem Roadtrip nicht fehlen durfte die Kamera, schliesslich sollte alles festgehalten werden (siehe Video oben). Es ist bereits das zweite Projekt dieser Art, das Micha Hurni, Adrian Bhend und Sandro Weibel unternehmen. Schon vor drei Jahren reisten die drei Berner Jungs, die sich von der Kampfsport-Akrobatik-Showgruppe «Swisstricks» (siehe Kasten) kennen, durchs Land. Getreu ihrem Stil zeigten sie an Schweiz-typischen Standorten wie dem Zytglogge-Turm ihre Tricks:


Quelle: Vimeo

Letztes Jahr folgte der zweite Streich, das Video wurde erst kürzlich veröffentlicht. Mit dabei war dieses Mal zusätzlich Fotografin Céline Meyer, die fleissig Bilder schoss (eine Auswahl finden Sie in der Bildstrecke). «Uns war wichtig, die Reise zu dokumentieren. Die Akrobatik rückt ein wenig, wirklich nur ein wenig, in den Hintergrund», erklärt Micha Hurni. Der neue Film bietet mehr Platz für die Natur, die Geschichte. Kurz: Er ist menschlicher.

Zeit...

Die teils halsbrecherischen Kunststücke sind aber immer noch ein zentrales Element. Und sie kommen – das ist verglichen mit dem ersten «Helvetic Tricking»-Abenteuer gleich geblieben – in Zeitlupe daher. «So kommen die schnellen Bewegungen erst richtig zur Geltung», findet Sandro Weibel.

Handkehrum kommt das Spiel mit der Geschwindigkeit gegenteilig zum Einsatz. Etwa, wenn Wolken im Zeitraffer vorbeiziehen. Und Wolken gab es genug. Mehr als genug. «Neun Tage waren wir unterwegs, und mindestens an fünf Tagen hat es geregnet», seufzt Sandro Weibel. Nur, um dann lachend anzufügen: «Es gibt viele Aufnahmen, bei denen wir über das Wetter fluchen. Die haben wir aber nicht ins Video eingebaut.»

Nicht selten hätten sie mehrere Stunden warten müssen, bis sich die Wolken, der Nebel, der Regen verzogen haben, damit sie die Landschaft auch richtig inszenieren konnten. «Wir hätten noch viel mehr Ideen für Standorte gehabt, doch blieb uns einfach zu wenig Zeit», erinnert sich Adrian Bhend.

...und Geld

Grenzen waren den vier Reisegefährten auch finanziell gesetzt. «Zum Glück konnten wir diverse Tourismusbüros zu einem Sponsoring überreden», verrät Micha Hurni. So wurde ihnen mal eine Übernachtung oder ein Bergbahnticket bezahlt. Auch den Camper, in dem sie unterwegs waren, mussten sie nicht aus der eigenen Tasche berappen. Im Gegenzug macht das bildstarke Video beste Werbung für das Tourismusland Schweiz.

Und es soll nicht das letzte «Helvetic Tricking»-Projekt gewesen sein. «Das Potenzial nach oben ist ja eigentlich offen», grinst Micha Hurni, der den Film eigenhändig geschnitten hat. «Und warum nicht doch einmal ins Ausland schweifen?»

Die weiteren Clips vom ersten «Helvetic Tricking»-Abenteuer:


Quelle: Vimeo


Quelle: Vimeo

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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