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Reise ans Ende der Welt

Galicien im Nordwesten der Iberischen Halbinsel bietet alles: grossartiges Essen, keltische Kultur, wildes Meer und religiöse Besinnung. Nur für Sonnenanbeter ist das grüne Spanien nicht unbedingt erste Wahl.

Am Cabo Vilán an der Costa de la Muerte sind reihenweise Schiffe auf Grund gelaufen. Foto: Miguel Ángel Álvarez Alperi
Am Cabo Vilán an der Costa de la Muerte sind reihenweise Schiffe auf Grund gelaufen. Foto: Miguel Ángel Álvarez Alperi

Langsam legt sich die Dunkelheit über die verwinkelte Altstadt von Santiago de Compostela. Die letzten Pilgerinnen und Pilger, erschöpft und streng riechend, legen auf den verregneten Strassen die letzten Meter ihrer langen Wanderung zurück. Wie Kreuze tragen sie ihre schweren, in Plastikhüllen gepackten Rucksäcke auf den Schultern und blicken unverwandt, einige mit verzücktem Gesicht, auf die nahen Türme der majestätischen Kathedrale. In wenigen Minuten werden sie erlöst – zumindest von ihren Strapazen, die sie mitunter seit Wochen auf sich genommen haben. Einige Pilger weinen beglückt, andere entrückt, bei manchen wiederum sind es nur die Regentropfen, die ihnen über die Wangen laufen. Sie alle scheinen erleichtert darüber zu sein, dass sie den Kräfte raubenden Jakobsweg in das verborgene Innere ihres Glaubens endlich hinter sich haben.

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