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Jetzt kommen die chinesischen Skilehrer

Auf Schweizer Skipisten wird künftig auch in Mandarin unterrichtet. Welche Skigebiete mitmachen – und warum die Wahl des Helms für die chinesischen Skilehrer ein Tritt ins Fettnäpfchen wurde.

Sehen wir bald mehr solcher Bilder in den Schweizer Alpen? Eine chinesische Skifahrerin, die im Februar 2006 am 1. Switzerland Mount Titlis Ski Cup teilnahm.
Sehen wir bald mehr solcher Bilder in den Schweizer Alpen? Eine chinesische Skifahrerin, die im Februar 2006 am 1. Switzerland Mount Titlis Ski Cup teilnahm.
Urs Flüeler, Keystone

Auf der Suche nach neuen Gästen setzt Schweiz Tourismus auch auf Wintertouristen aus Wachstumsmärkten wie Asien. Um voneinander zu lernen, absolvieren acht chinesische Skilehrerinnen und Skilehrer diesen Winter eine viermonatige Ausbildung in der Schweiz.

Ziel sei, einerseits mit chinesisch sprechenden Skilehrern ein Produktemanko beseitigen zu können und andererseits das Verständnis für chinesische Wintergäste zu erhöhen, sagte der zuständige Marktgruppenleiter von Schweiz Tourismus, Simon Bosshart, am Montag vor den Medien in Zürich.

Von Zermatt bis Davos

Die acht chinesischen Skilehrer kommen in Zermatt, Verbier, Grindelwald, Gstaad, Davos, St. Moritz, Villars und Engelberg zum Einsatz. Danach sollen sie in China für Skiferien in der Schweiz werben, denn dort sei «oft noch gänzlich unbekannt, was man tun kann im Winter». Bislang gehen erst rund 100'000 Hotelübernachtungen in der Schweiz auf chinesische Wintertouristen zurück.

Das Potenzial sei gross, sagte Bosshart. Es gebe bereits 5 Millionen chinesische Skifahrer; auch wenn einige bislang vor allem fürs Foto auf die Bretter gestiegen seien. Als «Weisses Golf» geniesse Wintersport einen hohen Prestigewert und die Schweiz sei nach Japan die meistgenannte Wunsch-Destination.

Grün auf dem Kopf geht gar nicht

Die Schweizer Touristiker müssen sich laut Bosshart neue Angebote überlegen, denn Chinesen kämen meist für Kurzaufenthalte und in Gruppen in die Schweiz, zudem wollten sie auch einkaufen und Rundreisen absolvieren können.

Dass man im Umgang mit Touristen aus fernen Kulturen leicht ins Fettnäpfchen treten kann, zeigte sich bereits bei der Wahl der Helme für die chinesischen Skilehrer, wie ein Graubündner Touristiker berichtete. Geplant war ein grüner Kopfschutz. Darauf wird nun verzichtet, weil dies in China einen Ehebrecher signalisiere.

SDA

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