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Im Markentempel

Das Briefmarkengeschäft von Ingomar und Cyrill Walter ist das letzte seiner Art in Zürich. Es ist das Portal in eine andere Welt – mit eigenen Vokabeln wie Strubel oder Allonge.

Seit 58 Jahren in der Welt der Briefmarken daheim: Ingomar R. Walter in seinem Geschäft an der Rämistrasse 7.
Seit 58 Jahren in der Welt der Briefmarken daheim: Ingomar R. Walter in seinem Geschäft an der Rämistrasse 7.
Reto Oeschger

Stellen wir eine vage Behauptung auf: Jeder Zürcher, der schon einmal an der Ecke Rämistrasse/Oberdorfstrasse vorbeigegangen ist, hat hier kurz innegehalten. Oder hat sich zumindest gedacht: «Dass es so etwas noch gibt.»

Was bei Harry Potter das Bahngleis 9¾, ist am Bellevue die Hausnummer 7 zwischen der Sonnen-Apotheke und dem Café Bellavista: das Portal in eine andere Welt, die Welt der Briefmarken. Das Schaufenster der Philatelie Walter AG ist voll von bunten, kleinen Rechtecken, die auf Postkarten, Briefumschlägen oder noch auf den Bogen sind. Daneben stehen Erläuterungen wie: «Elfenbeinküste. Brief eines Mitgliedes des Regierungskabinetts an den Colonel Debon in Paris als Einschreiben. Selten. 950.–».

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