Wo sind die Schlüssel?

Dank einem elek­tronischen Anhänger lassen sich nun die Schlüssel oder das Portemonnaie rasch vom Smartphone aus orten.

Dieser elektronische Schlüsselanhänger hilft beim Orten von Schlüssel oder Smartphones.

Dieser elektronische Schlüsselanhänger hilft beim Orten von Schlüssel oder Smartphones.

(Bild: zvg)

Mathias Born@thisss

Der Schreck sass tief: Plötzlich waren die Schlüssel verschollen. Sie steckten nicht im Türschloss, und sie lagen weder auf der Kommode noch in der Jackentasche. Eine lange Suche begann.

Das sollte nicht mehr passieren – dank Wistiki, einem kleinen, weissen Kästchen, das neu am Schlüsselbund hängt. Es ist via den Kurzstreckenfunk Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. In der Wistiki-App lässt sich ­jederzeit nachschauen, wo sich Smartphone und Kästchen befanden, als sie letztmals Kontakt miteinander hatten. Die Lokalisierung übernimmt dabei jeweils das Smartphone.

Für Schlüssel und Teddybären

Wistiki kann selbstverständlich an beliebige andere Gegenstände angebracht werden, etwa ans Portemonnaie, die Fotokamera, einen Koffer, das Fahrrad oder den Lieblingsteddy des Nachwuchses. Laut der französischen Herstellerfirma soll das Gerätchen ein Jahr lang mit der mitgelieferten Batterie funktionieren. Beim Testgerät musste diese indes bereits nach einigen Wochen ersetzt werden.

Wistiki lässt sich sogar an die virtuelle Leine nehmen: Bricht der Bluetooth-Kontakt ab, schlägt die App Alarm. Das macht bei Dingen Sinn, die man immer in unmittelbarer Reichweite ­haben muss. So hat man eine Chance, einen Dieb zu erwischen – oder ihn zumindest noch verschwinden zu sehen.

Apropos: Sucht man ein Kästchen, helfen die Smartphones ­anderer Nutzer automatisch mit. Und findet ein Wistiki-Nutzer ein Kästchen, kann er via die App mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen. Ein Wistiki garantiert also nicht, dass man ein Objekt wieder findet. Aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit dafür.

Mit Pieps-Funktion

Doch zurück zum vermissten Schlüsselbund. Anhand der GPS-Koordinaten wäre er in der Wohnung nicht zu lokalisieren gewesen. Dafür mit der zweiten Funktion: Via die Smartphone-App kann man den Anhänger piepsen lassen (und umgekehrt).

So hätten wir die Schlüssel im Nu entdeckt. Wir haben sie schliesslich per Zufall ohne Hilfsmittel gefunden. In einem Stiefel. Das umtriebige Kleinkind hatte sie kurzerhand darin versenkt.

Berner Zeitung

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