Wie sich die Niederlande über Wasser halten

Ein Land in Not: Steigende Flusspegel, die Nordsee nagt die Küste ab – dennoch nimmt das Königreich den Klimawandel bislang sportlich.

Damit es zu keiner Katastrophe kommt: Die Holländer lassen ihre Flüsse kontrolliert über die Ufer treten. Foto: Getty Images

Damit es zu keiner Katastrophe kommt: Die Holländer lassen ihre Flüsse kontrolliert über die Ufer treten. Foto: Getty Images



Erster Tag – Südholland und Zeeland

Gegen das Meer

Warum die niederländische Küste einem Verteidigungswall gleicht. Und was der Gotthard an der Nordsee verloren hat.

Wir sitzen im Filmsaal, als plötzlich ein Rumpeln und Rauschen hereindringt. Das muss das Unwetter sein, früher und heftiger als angekündigt. Peter Persoon, Informationsbeauftragter des Maeslant-Sperrwerks, sagt grinsend: «Willkommen in Holland!»

Draussen weht es mir fast die Brille weg. Man hat mir einen Schirm in die Hand gedrückt – einen windschnittigen, made in Holland, dem selbst die stärkste Böe nichts anhaben kann. Von den Einheimischen hat niemand einen Schirm. Sie scheinen den Regen gar nicht zu bemerken. «Ist das noch normal, oder ist das schon ein Sturm?», frage ich Persoon zwischen zwei Windstössen. Der zuckt nur mit den Schultern: «Könnte schlimmer sein.» Tatsächlich, es sollte noch schlimmer kommen diese Woche.

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