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Weshalb sind wir nur so inkonsequent?

Erwachsene, die versuchen, konsequent zu sein, nerven damit ihre Kinder und sich selber. Obwohl sie es doch mit ihrer Konsequenz gut meinen.

Allerorten zeigt man schon bald allergrösste Besorgnis über Klima, Energie, die Hinterlassenschaft an unsere allerliebsten Kinder und beklagt die diesbezügliche Untätigkeit der Entscheidungsträger oder generell der «anderen». Und fast im selben Atemzug beginnt man zu schwärmen über den kürzlichen Gadget-Kauf, Kurzurlaub (mit Flugzeug), Umzug in die (natürlich grössere) Wohnung etc. Wie schaffen wir es nur immer wieder, mit ernster Miene das immer gleiche verlogene Theäterli vorzuführen, ohne je in lautes schallendes Gelächter auszubrechen? Kinder würden das nämlich.S. K.

Lieber Herr K.Würden sie? Ich glaube eher nicht. Denn Inkonsequenz ist eines der Privilegien der Kinder. Sie weigern sich, Fleisch von herzigen Tierli zu essen, und wollen darum ab sofort nur noch Fischstäbli oder Würschtli verzehren; sie finden die Umweltzerstörung mindestens so schlimm wie Familienwanderferien im Schwarzwald und ziehen ein iPad allemal der Quality Time mit Papi vor. Die Kleinen sind keineswegs konsequent, und das nervt die Erwachsenen.

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