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Volltrunken in den Ehe-Hafen

Spontana(c)kt: Poltern ohne Stripper? Undenkbar, fanden  meine drei Besten. Sie buchten  eine knappe Stunde vor dem Nachtessen in einem Thuner Restaurant kurz entschlossen einen erotischen Tänzer für meinen Abschied aus dem Junggesellinnenleben. Dass ich ob dieser Überraschung nicht vor Scham in den Boden versinken würde, damit konnten sie  rechnen.  Leider blendeten  sie in ihrem Enthusiasmus aber aus, dass  meiner Schwägerin die Organisation des kontrastprogrammig angelegten Abends oblag.  Die meisten der geladenen Frauen goutierten denn auch die unabgesprochene  «Pimp-up-my-hens-night»-Aktion  nicht. So ging ich nach dem Nachtessen  und einem reizenden Ständchen von Singer-Songwriter Coal und vor den Papierschiffchen, die  mit guten Wünschen und den Namen von Verflossenen bemannt die  Aare hinabschwammen, auf Tuchfühlung mit einem ölverschmierten Oberkörper.  Und kam überdies  in  Genuss eines durch und durch spannungsvollen Abends. cd (Symbolbild)
Einbruch in fremde Gärten: Nein, eine Stripperin organisierte ich (weiblich) für mein heiratswilliges Gspändli (männlich) nicht. Adrenalin floss trotzdem in Strömen. Und zwar darum: Weil der Bräutigam ein passionierter Hobbygärtner ist, musste er eine passende Challenge bewältigen. Nach einem ausgedehnten Mahl wurde er aufgefordert, über eine Gartenmauer zu klettern und auf einem wildfremden Grundstück   einen Rosenstrauch zu pflanzen – nur geschützt von der Dunkelheit. Während er mit einer Kinderschaufel im fremden Beet einfiel, hielt seine Entourage den  Akt auf Video fest. Zur Erinnerung an den Polterabend. Und als Beweismittel, falls uns irgendjemand auf die Schliche kommt...stc (Symbolbild)
Das schleckt keine Braut weg: Erst hörten wir das Klingeln gar nicht. Dann läutete er Sturm.  Wir seien zu laut, sagte der Polizist an der Tür  und trat ins Wohnzimmer, wo wir ziemlich angetrunken meine Cousine polterten. Aus seinem Ghettoblaster tönte «You Can Leave Your Hat On». Der Polizist begann sich seiner Uniform zu entledigen, wir kreischten und johlten. Nur die Braut wurde kreidebleich. Der Polizist, nennen wir ihn jetzt endlich Stripper, jetzt nur noch mit Lendenschurz bekleidet, sprühte sich mit Schlagrahm ein. Und wartete.  Schaute fragend in die Runde und gurrte: «Wer heiratet morgen und ist heute ein böses Mädchen?»  Wir schauten uns um. Die Braut, die dem Stripper vom Rahm hätte befreien sollen (auf welche Weise auch immer), hatte die Flucht ergriffen. Sie kam nicht wieder an diesem Abend. Der Stripper ging sich dann waschen und verschwand – nicht ohne vorher kräftig einkassiert zu haben bei der Trauzeugin, die ihn organisiert hatte.nk (Symbolbild)
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