Zum Hauptinhalt springen

Überlebenstraining auch für Schiffsköche und Coiffeusen

Der Berner Seemann Roger Witschi arbeitet als 1. Offizier auf hoher See und bildet für ein Kreuzfahrtunternehmen Bordpersonal aus. Für ihn sind die Aussagen des Costa-Concordia-Kapitäns unbegreiflich.

Die Costa Concordia rammt vor der Insel Giglio einen Felsen: Das Kreuzfahrtschiff anfangs in nur leichter Schieflage. (14. Januar 2012)
Die Costa Concordia rammt vor der Insel Giglio einen Felsen: Das Kreuzfahrtschiff anfangs in nur leichter Schieflage. (14. Januar 2012)
Keystone
«Es war wie eine Szene von der Titanic»: Passagiere mit Schwimmwesten auf der Costa Concordia. (Bild von einem Passagier aufgenommen/AP) (14. Januar 2012)
«Es war wie eine Szene von der Titanic»: Passagiere mit Schwimmwesten auf der Costa Concordia. (Bild von einem Passagier aufgenommen/AP) (14. Januar 2012)
Keystone
Auch die Bergung dauert an: Das Wrack soll noch bis im September vor der Insel auf Grund liegen. (13. Januar 2013)
Auch die Bergung dauert an: Das Wrack soll noch bis im September vor der Insel auf Grund liegen. (13. Januar 2013)
Keystone
1 / 20

Das Unglück des Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia vor der toskanischen Küste hat auch ihn aufgerüttelt: den 27-jährigen Roger Witschi, der als Seemann beruflich intensiv mit Sicherheitsfragen auf Kreuzfahrtschiffen beschäftigt ist - als Ausbilder für Angestellte einer Kreuzfahrt-Reederei. Auch eine Woche nach der Katastrophe fragt er sich, wie es dazu kommen konnte, dass die Besatzung der Costa Concordia «so unbegreiflich nahe» ans Ufer gefahren sei: «Sie hat den normalen Sicherheitsrahmen nicht eingehalten. Wer mit einem solchen Schiff, das gut 10 Meter Tiefgang hat, an einer felsigen Küste darauf spekuliert, auf kein Hindernis zu stossen, handelt gefährlich. Für mich ist das unfassbar.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.