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So ein schöner Mord hat immer Hochkonjunktur

Unbehagen statt wohliges Gruseln: Die Ausstellung «Mord und Totschlag» im Historischen Museum Bern zeigt, wie viel ein Menschenleben wert ist.

Normales und Unvorstellbares: Die Ausstellung beleuchtet die Vernichtung von Menschenleben in allen Formen und Facetten.
Normales und Unvorstellbares: Die Ausstellung beleuchtet die Vernichtung von Menschenleben in allen Formen und Facetten.
Bernet & Schönenberger
Ein Kabinett des Bösen ist die Ausstellung nicht – auch wenn einige grausige Exponate wie diese Wirbelpräparate von hingerichteten Bauern gezeigt werden.
Ein Kabinett des Bösen ist die Ausstellung nicht – auch wenn einige grausige Exponate wie diese Wirbelpräparate von hingerichteten Bauern gezeigt werden.
Bernisches Historisches Museum
Blick in den Themenraum «Amok – Kurzschluss oder geplanter Showdown?».
Blick in den Themenraum «Amok – Kurzschluss oder geplanter Showdown?».
Bernisches Historisches Museum
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Die Rechnung des Automobilkonzerns war eine einfache: Würde man alle Ford Pinto zurückrufen, käme das die Firma auf 139 Millionen Dollar zu stehen. Das Modell, das 1971 als Konkurrent zum VW Käfer auf den Markt gekommen war, hatte einen gravierenden Konstruktionsfehler. Schon bei harmlosen Auflaufkollisionen war die Gefahr gross, dass der Tank demoliert wurde und das Auto in Flammen aufging. Ford wusste um diese Schwachstelle, wie Videos von Testfahrten belegen. Mit 180 Toten und ungefähr gleich vielen Verletzten rechnete die Schadenabteilung des Konzerns, wenn die Autos im Verkehr blieben, was eine Schadenersatzsumme von ungefähr 49 Millionen nach sich ziehen würde, was bedeutend günstiger war als ein Rückruf. Man entschied sich für die billigere Variante.

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