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Seit 25 Jahren am Röllele, Röllele, Röllele...

Nach 25 Jahren Aids-Prävention in der Schweiz ziehen die Experten eine positive Bilanz. Doch je länger je mehr rücken andere Geschlechtskrankheiten in den Fokus.

«Aids ist immer noch eine der wichtigsten Geschlechtskrankheiten»: Gesundheitsexperten geben Auskunft.

Mit dem Slogan «Du kannst es nicht ewig verstecken - sprich über Geschlechtskrankheiten» geht die «Love Life»-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG) in eine neue Runde. Personen mit Geschlechtskrankheiten werden aufgefordert, ihre Sexpartner darüber aufzuklären.

So könnten auch diese sich testen und allenfalls behandeln lassen, teilte das BAG am Freitag mit. Auch wenn es den Betroffenen nicht immer leichtfalle, über solche Diagnosen zu sprechen, sei Information wichtig.

Neue Kampagne ab Montag

Auch unbemerkt könnten Geschlechtskrankheiten zum Teil gravierende Folgen für die Gesundheit haben. Und selbst wenn jemand keine Symptome habe, könne sie oder er die Infektion weitergeben. Die Kampagne richtet sich an die sexuell aktive Bevölkerung generell, aber auch an Betroffene und Fachpersonen, so das BAG.

In einigen Wochen folge dann der zweite Slogan «Sag es, wie du willst, aber sag es...» der aktualisierten Kampagne des BAG, der Aids-Hilfe Schweiz und der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz. Die Bevölkerung soll ab Montag mit Werbespots und Plakaten in öffentlichen Verkehrsmitteln auf das Thema angesprochen werden.

Ehrgeiziges Ziel bis 2017

Die neue «Love Life»-Kampagne gehört zur Umsetzung des neuen Nationalen Programms HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen 2011-2017. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2017 sollen sowohl die HIV- Ansteckungen als auch die sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis oder Chlamydiose halbiert werden.

Das sei nur möglich, wenn die infizierten Personen vermehrt ihre Partner informieren, sagen die Kampagnenverantwortlichen. Gemäss Zahlen des BAG sind die Ansteckungen aller sexuell übertragbaren Infektionen zwischen 2000 und 2010 kontinuierlich gestiegen.

Zum Beispiel unter Homosexuellen. Dort haben sich die HIV- Infektionen zwischen 2001 und 2008 mehr als verdoppelt. Die Zahl der Infektionen waren auch 2011 (256 Fälle) fast doppelt so hoch als zehn Jahre zuvor (141 Fälle). Dies berichtet die neueste Ausgabe der Zeitschrift «Revue médicale suisse».

25 Jahre HIV- und Aids-Prävention

Die neue Botschaft wird genau 25 Jahre nach der Lancierung der «Stop Aids»-Kampagne verkündet. Seither hat das BAG jedes Jahr mit neuen Sujets auf das Thema aufmerksam gemacht. Die ursprünglich nur auf HIV und Aids fokussierte Kampagne thematisiert heute auch andere sexuell übertragbare Krankheiten.

Das BAG betont, dass die Schweiz das einzige Land sei, das die Bevölkerung seit 1987 jedes Jahr mittels Kampagne über HIV und Aids aufklärt und die Safer-Sex-Regeln in Erinnerung ruft: «Eindringen immer mit Gummi», «Sperma und Blut nicht in den Mund» und «Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss zum Arzt».

(SDA)

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