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Schau mir in die Augen, Kleines!

Autohersteller setzen immer mehr intelligente Maschinen ein, in Japan assistieren Roboterbären bei der Altenpflege. In einigen Berufen wird der Mensch bald durch intelligente Programme ersetzt, sagt Stephan Sigrist, Leiter des Thinktanks W.I.R.E.

Ein künstliches Wesen als Partner? Gemäss  Studien können sich rund 60 Prozent der Befragten eine Beziehung mit einer künstlichen Intelligenz vorstellen.
Ein künstliches Wesen als Partner? Gemäss Studien können sich rund 60 Prozent der Befragten eine Beziehung mit einer künstlichen Intelligenz vorstellen.
Keystone
Der Zukunftsforscher Stephan Sigrist.
Der Zukunftsforscher Stephan Sigrist.
Désirée Good
Der Roboter Riba hat nicht nur die Kräfte eines Bären, auch seine äussere Erscheinung ähnelt einem «Bäremami».
Der Roboter Riba hat nicht nur die Kräfte eines Bären, auch seine äussere Erscheinung ähnelt einem «Bäremami».
zvg
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Herr Sigrist, gemäss einer viel zitierten Oxford-Studie wird in den nächsten 20 Jahren fast die Hälfte der heutigen Arbeitsplätze durch intelligente Software ersetzt. Müssen wir uns fürchten?

Stephan Sigrist: Was die technische Machbarkeit anbelangt, ist dies durchaus realistisch. Aber die technologischen Möglichkeiten allein ergeben noch kein realistisches Bild. Die Studien basieren auf Extrapolationen. Man nimmt die Entwicklung der letzten Jahre, die Zunahme der Roboter, und rechnet diese hoch auf die nächsten Jahre. Dabei werden oftmals die sozialen, ökonomischen und politischen Dimensionen ausblendet. Es kann sein, dass sich die Gesellschaft gegen die Robotisierung wehrt. Es kann sein, dass in gewissen Bereichen Roboter gar nicht einsatzfähig sind.

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