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Reiche hinterziehen Steuern beim Kauf von Luxusautos

Vermögende beschaffen sich illegal Luxuskarossen, um in der Schweiz Steuern zu sparen. In den letzten drei Jahren entgingen dem Staat so vier Millionen Franken.

Objekt der Begierde: Lamborghinis und andere Edel-Schlitten werden oft unter Wert deklariert. (3. März 2015)
Objekt der Begierde: Lamborghinis und andere Edel-Schlitten werden oft unter Wert deklariert. (3. März 2015)
Martial Trezzini, Keystone

Superreiche importieren illegal Luxusautos – um ein paar Tausend Franken Steuern zu sparen. Sie fälschen Rechnungen, Bankbelege, deklarieren die zum Teil millionenteuren Fahrzeuge weit unter dem Wert. Die Eidgenössische Zollverwaltung hat seit 2012 mehr als 100 solche Straffälle aufgedeckt, wie die «SonntagsZeitung» berichtet.

Gesamtwert von 30 Millionen Franken

Im April 2015 ist beispielsweise der CEO einer Luxusgüterfirma verurteilt worden. Der Mann mit einem Jahresgehalt von mehreren Millionen Franken hat beim Import seines Lamborghini 400 GT2+2 10'000 Franken Steuern hinterzogen. Einen Strafbefehl erhielt Mitte Juli auch ein Zürcher Arzt. Er hat 14 Porsches eingeführt und weit unter dem Wert deklariert – und damit 31'500 Franken Abgaben umgangen.

Allein in den letzten drei Jahren deckte die Zollfahndung Betrugs- und Hinterziehungsfälle mit Luxusautos auf, deren Gesamtwert weit über 30 Millionen Franken beträgt. Die meist gutbetuchten Täter umgingen so in den letzten drei Jahren über vier Millionen Franken Abgaben an den Staat.

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