Zum Hauptinhalt springen

Regierung sorgt sich um österreichisches Deutsch

Servus statt Tschüss: Das Bildungsministerium in Wien fürchtet, dass österreichische Eigenheiten und Ausdrücke verschwinden. Helfen soll nun eine 64-seitige Broschüre.

Will «einen aufmerksamen Umgang mit der deutschen Sprache in Österreich fördern»: Österreichs Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
Will «einen aufmerksamen Umgang mit der deutschen Sprache in Österreich fördern»: Österreichs Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.
APA/Helmut Fohringer

Die Regierung in Wien sorgt sich um österreichische Eigenheiten und Ausdrucksweisen der Sprache. Das österreichische Deutsch würde in den Hintergrund geraten, heisst es in einer neuen Broschüre des Bildungsministeriums.

Mit dem Heft, das ab Montag an Schulen verteilt werden soll, will das Ressort von Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) Deutschlehrer dabei unterstützen, Kindern den Stellenwert des österreichischen Deutsch zu vermitteln.

Ist die Synchronisation schuld?

Dies berichtete die «Kronen Zeitung». Die Ministerin verweist im Vorwort zu der 64-seitigen Broschüre darauf, das sich die deutsche Sprache in Österreich in den vergangenen Jahren gewandelt habe – ein Eindruck, der sich erhärte, wenn man Kinder und Jugendlichen zuhöre oder ihre schriftlichen Arbeiten lese.

Heinisch-Hosek verweist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das, was in Filmen, TV-Sendungen oder im Internet zu hören ist, oft in Deutschland produziert beziehungsweise synchronisiert werde.

«Eine Folge ist, dass spezifisch österreichische Eigenheiten und Ausdrucksweisen unserer Sprache langsam aber sicher in den Hintergrund geraten», erklärte Heinisch-Hosek weiter.

Ihr sei klar, dass sich jede lebende Sprache verändere. Dennoch sei es eine wichtige Aufgabe, «einen aufmerksamen Umgang mit der deutschen Sprache in Österreich zu fördern», schreibt die Ministerin.

Dafür gibt es in der Broschüre, die auch im Internet zur Verfügung gestellt wird, nicht nur theoretische Grundlagen, sondern auch praktisches Arbeitsmaterial. Dazu zählt unter anderem ein Memory-Spiel, mit Begriffen in österreichischem Deutsch, deutschländischem Deutsch und Schweizerhochdeutsch.

SDA/mw

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch